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Der Prignitzer

18. November 2017 | 02:20 Uhr

100-Jährige mit flottem Hofambiente

vom

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2012 | 09:45 Uhr

Perleberg | Der Schulhof ist fertig, das neue Schuljahr kann beginnen. Kurz vor Ferienstart wurde der riesige Pausenhof der Rolandschule zur Baustelle. Komplett ist er seither auf Vordermann gebracht worden, "er ist nicht wieder zu erkennen", gesteht Bauamtsleiter Hagen Boddin.

Schön war auch etwas anderes, als die Fläche zwischen Schulhaus und Stepenitz, wie sie sich noch vor einigen Wochen zeigte. Grau und trist wie der Beton der Gehwegplatten, war der Hof. Einzig die Aussicht auf etwas Besseres hielt das Pflaster wohl noch zusammen. Ein Grund mehr, zum 100. Geburtstag des Schulhauses das Hofambiente zu verjüngen.

Eltern hatten vor etlicher Zeit sich dazu schon Gedanken gemacht und Gabriela Oltersdorf diese zeichnerisch zu Papier gebracht. Mit dem neuen Schuljahr ist vieles davon nun Realität: Ein Pausenhof mit tollen Spielgeräten, Grün, etliche Plätzchen, um die Seele baumeln zu lassen auf einem Bankrondell, das einst auf dem Großen Markt den Kandelaber umgab, das erwartet die Mädchen und Jungen am ersten Tag des neuen Schuljahres. "Der Schulhof ist ein Hingucker geworden", findet auch Matthias Wieck vom gleichnamigen Architekturbüro und deutet auf seine junge Kollegin. Denn die Planung lag in den Händen von Sandra Dahse. Und ein großes Kompliment geht an die Firma Galabau Ziggel aus Seetz, die sehr gute Arbeit geleistet habe und selbst auch noch zwei Bänke Marke Eigenbau für den neuen Schulhof spendierte.

Ein kleines zur Stepenitz abgestuftes Atrium, jetzt eckig statt halbrund, damit kostengünstiger aber optisch nicht weniger interessant, Lümmelbänke, Balancierbalken und etliche Spielmöglichkeiten, all das erwartet die Mädchen und Jungen zum Schulanfang. Das "Flaggschiff" dürfte ein Kletterball sein, bewusst in den Farben Blau und Weiß gehalten als sichtbares Zeichen der Partnerschaft mit Hertha BSC. Eine Kletter- und eine Sprossenwand - all das hat jetzt seinen Platz auf dem neugestalteten Pausenhof. Und selbst ein Schachbrett gibt es, optisch dargestellt im Hofpflaster. Da können König, Turm und Bauer durchaus zu lebenden Figuren werden. Übrigens, auch für Hopse bedarf es nun keiner Kreide mehr. Die Felder sind auch hier gepflastert.

Rollrasen, Rundbeete mit Kugelahorn bringen Grün in das Bild, das sich nun alles andere als stupide und geradlinig darstellt.

Und mit dem neuen Schulhof entstand fast unscheinbar neben dem Schulhaus ein Geräteschuppen für all die Spielgeräte. Bis dato mussten diese unter dem Treppenaufgang im Schulhaus geparkt werden, ein absolutes Provisorium.

Vom Tisch ist auch nicht, das Schulgelände einschließlich Platz zwischen Schule und Jungfernbrücke als eine Einheit zu gestalten und den Verkehr dann außen herum zu leiten. Doch bis dato muss das noch warten, denn alles hat seinen Preis. Für die Um- und Neugestaltung des Schulhofes bringt die Stadt allein schon rund 126 000 Euro an Baukosten auf. "Mehr ist derzeit nicht möglich", macht Hagen Boddin deutlich.

Der Förderverein der Rolandschule liebäugelt nun noch mit einem wetterfesten Sonnensegel über dem Atrium. Im Oktober steht die eigentliche Feier zum 100. Geburtstag des Schulhauses an - vielleicht kommt man da mit Hilfe von Sponsoren seinem Traum ein Stück näher.

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