1. Platz für besonderen "Rosendünger"

<strong>Schirmherr Gebhard zu Putlitz</strong> bei der Preisverleihung  mit der Siegerin des Putlitzer Preises 2012, Silvia Orgel, sowie der Fünftplatzierten Dana M. Müllejans und der Gewinnerin des 4. Platzes Patricia Roth. <fotos>Fotos: Petra Ferch (2) </fotos>
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Schirmherr Gebhard zu Putlitz bei der Preisverleihung mit der Siegerin des Putlitzer Preises 2012, Silvia Orgel, sowie der Fünftplatzierten Dana M. Müllejans und der Gewinnerin des 4. Platzes Patricia Roth. Fotos: Petra Ferch (2)

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04. Juni 2012, 10:21 Uhr

Putlitz | Was fällt Ihnen zum Thema Mist ein? Sicher eine Menge. Aber würden Sie daraus auch eine unterhaltsame, ja spannende Kurzgeschichte schreiben können? Die Gewinner des diesjährigen Putlitzer Preises konnten es, wie ihre Texte am Sonnabend bewiesen. Denn da wurden sie anlässlich der Preisverleihung verlesen, zumeist von Schülerinnen des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums. Da ging es um mystische Intelligenz ebenso wie um einen alternden Schlagerstar und sein Comeback, um das Milieu von Strichern und Drogenabhängigen oder einen ganz besonderen "Rosendünger".

Letztere Geschichte von Silvia Orgel erzielte den ersten Platz. Und die Autorin aus Beilstein erhielt - ganz traditionell, denn es war schließlich schon der 8. Putlitzer Preis - das Wappentier der Gänsestadt in Keramikform, gefertigt von den Putlitzer Töpferfrauen. Und vom Schirmherrn der Veranstaltung, Gebhard Ganz Edler zu Putlitz, gab es noch ein besonderes Bild, das den so genannten Putlitzer Viehmarkt als Silhouette zeigt, fotografiert von der Gänsestädterin Christine Schenker.

Hinter dem Putlitzer Preis steht ein Verein, nämlich die 42er Autoren. Sie schreiben bereits seit 2002 einen Literaturpreis aus, anfangs unter der Bezeichnung 42erShortStoryAward. Die Namensähnlichkeit der Stadt Putlitz mit dem Stifter des Pulitzer-Preises Joseph Pulitzer veranlasste den Verein dann dazu, als europäisches Pendant den Putlitzer Preis ins Leben zu rufen, den es nun seit 2005 gibt. Prämiert werden dabei Kurzgeschichten von maximal 1000 Worten. Die Ausschreibung erfolgt international. In diesem Jahr kamen über 500 Einsendungen, 35 wurden ausgewählt und die Jury ermittelte daraus die sechs ersten Plätze. Drei davon geschrieben von Autoren aus Österreich.

Schon längst hat der Putlitzer Preis auch in der Stadt und darüber hinaus viele Anhänger und vor allem Förderer gefunden. Besonders dankbar sind die 42er Autoren, wie deren Vertreter Cordula Hamann und Jörg Lingrön am Sonnabend in der St. Nikolai-Kirche betonten, der Dr. Wolfgang-Neubert-Stiftung. Deren Zuwendung sei "wie ein Geschenk des Himmels", denn sie ermögliche es, Literatur besser und auch sicherer zu fördern.

Zu dieser Förderung gehört ganz sicher auch das Residenzstipendium "42 Tage Putlitz". In diesem Jahr geht es an Lisa Kuppler. Die in Schwaben Aufgewachsene arbeitet seit dem Studium der Amerikanistik und neueren Geschichte in Tübingen, Eugene, Oregon (USA) und Berlin als freie Krimilektorin, Übersetzerin, Autorin und Herausgeberin in Berlin.

In der ruhigen, ländlichen Idylle des Putlitzer Ortsteils Mansfeld möchte sie ein Exposé für einen historischen Roman aus der Zeit der Postkutschen erarbeiten, wie sie verriet.

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