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Lokales

19. November 2017 | 18:53 Uhr

Prignitz verlangt sehr viel Daseinsvorsorge

vom

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2011 | 05:09 Uhr

Prignitz | Die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel hat es in die zweite Auswahlrunde für das Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge geschafft. Mit dem Programm will die Bundesregierung bis zu 30 ausgewählte Modellregionen in ländlichen Räumen darin unterstützen, sich innovativ den infrastrukturellen Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen. Sie erhalten dabei eine finanzielle Zuwendung zwischen 50 000 und 200 000 Euro. Mit dieser 100-prozentigen Förderung sollen Untersuchungen geführt, Konzepte erstellt werden für die Entwicklung der jeweiligen Kommunen bzw. Regionen in den nächsten 20 Jahren angesichts von Bevölkerungsrückgang bzw. immer älter werdender Einwohner.

Beworben um Aufnahme in dieses Aktionsprogramm hatten sich auch Prignitzer Kommunen wie Wittenberge und Perleberg als kooperatives Mittelzentrum, die Gemeinden Karstädt und Plattenburg sowie die Ämter Bad Wilsnack/Weisen und Lenzen. Aber auch der Landkreis Prignitz. "Ich hätte uns wirklich gern in diesem Programm gesehen", bekundet Landrat Hans Lange. Aber aus dem Land Brandenburg seien nur die Landkreise Uckermark und Elbe-Elster in die zweite Auswahlrunde gekommen.

Lange, der auch Vorsitzender der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel ist, verweist nun auf die Möglichkeit, über diese Planungsebene wichtige Entwicklungspunkte des Kreises in das Aktionsprogramm zu bekommen, wenn die Planungsgemeinschaft endgültig ausgewählt wird. Bis Ende Juli jedenfalls, so Lange, werden die Informationen dafür von den Kommunen und auch Landkreisen abgefordert. Bis Ende August werden sie zusammengetragen, bevor der Planungsvorstand tagt, es auch Gespräche im Arbeitsforum der kooperativen Zentren, zu denen Perleberg-Wittenberge ebenso zählt wie Pritzwalk-Wittstock, Gransee-Zehdenick, die Kleeblattregion um Kyritz und die Stadt Neuruppin. Die letzte Entscheidung treffe aber die Regionale Planungsgemeinschaft.

Dennoch ist für Lange wichtig, dass alle Beteiligten ihre Wünsche einbringen. "Ich sehe das als Versuch, die Schwerpunkte herauszuarbeiten und sie dann mit der Kraft der Planungsgemeinschaft durchzusetzen." Allerdings, daraus macht Lange keinen Hehl, gehe es auf der Ebene der Regionalen Planungsgemeinschaft "um konsensfährige Ansätze aus der Fläche, die einvernehmlich gefunden werden müssen". Das Ergebnis könne also "dem einen oder anderen zu wenig" sein.

Doch Regionale Planungsgemeinschaften seien nicht nur eine wichtige Planungsebene in Brandenburg, sondern auch in anderen Bundesländern, und sie seien ausdrücklich für die Bewerbung um das Aktionsprogramm der regionalen Daseinsvorsorge zugelassen gewesen.

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