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Lokales

18. August 2017 | 20:19 Uhr

Prignitz: Ausgaben für Personal im Fokus

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Prignitz | Mit der geplanten Erhöhung der Kreisumlage - heute Thema im Kreistag - geht es direkt an den Geldbeutel der Kommunen. Sieben Städte, Gemeinden und Ämter haben entsprechende Einwendungen angemeldet.

Die Frage nach verstärkten eigenen Sparbemühungen der Kreisverwaltung vor dem Hintergrund eines defizitären Haushaltes, insbesondere in Bezug auf Personalkosten, wurde in den letzten Wochen laut. Eine Position, bei der bislang zwar prozentual, nicht aber in der Geldsumme gespart werden konnte, wie Kämmerer Holger Lossin auf Nachfrage des "Prignitzers" erläutert. "In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Gehälter infolge neuer Tarifabschlüsse oder Änderungen der Besoldungsgesetze um 15 Prozent - davon entfällt rund die Hälfte auf die Ost-West-Angleichung - die tatsächlichen Auszahlungen nahmen allerdings nur um rund sieben Prozent zu." Grund: Die Zahl der Vollzeitstellen in der Kernverwaltung wurde von 2007 bis jetzt von 537 auf 522 reduziert.

Und der Stellenabbau, so Lossin, werde fortgesetzt. "Im Entwurf des Haushaltsplanes 2011 ist bereits eine Reduzierung um weitere zirka 50 Vollzeitstellen bis 2020 vorgesehen, das sind knapp zehn Prozent aller Stellen", verdeutlicht der Kämmerer.

Das Amt Putlitz-Berge hatte in seinem Einwand gegen den Entwurf des kreislichen Etats Bedenken im Speziellen hinsichtlich der Personalausgaben in Bezug auf die Gesamteinnahmen angemeldet. Während der Anteil in der Prignitz bei 22 Prozent läge, seien dies beispielsweise im Kreis Ostprignitz-Ruppin nur 17 Prozent, im Landkreis Uckermark 13 Prozent.

Solche Unterschiede, so Holger Lossin, hingen maßgeblich vom gesamten Haushaltsvolumen sowie den im Etat verankerten Aufgaben und Aufwendungen ab. "Bei einem wirtschaftlich und einwohnermäßig kleinen Landkreis wie der Prignitz wird dieser Anteil stets höher ausfallen als bei dicht besiedelten, ökonomisch starken Kreisen." Hinzu kämen örtliche Besonderheiten in der Aufgabenwahrnehmung: Die angeführten Kreise Uckermark und Ostprignitz-Ruppin hätten auf Grund der Tatsache, dass sie Optionskommunen seien, eine günstigere Relation zwischen Haushaltsvolumen und Personalaufwand als die Prignitz, die keine Optionskommune ist, dies aber beantragt habe. Lossin nennt noch ein anderes, nicht so geläufiges Beispiel: Allein 28 Vollzeitstellen schlagen als Mitarbeiter im Schlachthof Quitzow (Vion Perleberg) zu Buche - sie sind dort als Kontrolleure und Tierärzte für die amtliche Fleischuntersuchung nach EU-Recht tätig.

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erstellt am 08.Jun.2011 | 05:25 Uhr

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