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Lokales

11. Dezember 2017 | 14:30 Uhr

Post schließt letzte eigene Filiale

vom

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2010 | 07:51 Uhr

Südstadt | Die Tage der Post im Südstadt-Center sind gezählt. Als letzte Filiale der Deutschen Post in Rostock soll sie zum 12. Oktober in eine so genannte Partnerfiliale umgewandelt werden. Die Dienstleistungen werden danach in dem Geschäft "Fotomaster", ebenfalls im Südstadt-Center, angeboten. "Rund um Briefe und Pakete wird es dort unsere Angebote eins zu eins weiterhin geben", sagt Anke Baumann, Sprecherin der Post.

Nach Angaben der Geschäftsleitung des Fotoladens sind zunächst zwei Schalter geplant, an dem Briefe, Pakete, Päckchen und Einschreiben bearbeitet werden. Leistungen der Postbank soll es im Südstadt-Center allerdings weiterhin nicht geben. Und erst nach der Anlaufphase soll in einem zweiten Schritt über ein kleines Angebot von Schreibwaren nachgedacht werden. Einwohner der Südstadt sehen diesen Schritt mit Skepsis. "Bislang habe ich hier nicht nur Briefe und Pakete abgegeben, sondern mich auch immer gefreut, dass ich hier alles mögliche kaufen konnte", sagt Barbara Kempa. Auch der Vorsitzende des Ortsbeirats Südstadt, Jörn-Christoph Jansen (CDU), befürchtet ein eingeschränktes Angebot an Schreibwaren: "Schließlich sind wir ein Universitätsstadtteil", betont er. Der Ortsbeirat bedauert, dass die Post sich mit ihrer Filiale aus der Südstadt zurückzieht: "Wir waren einer der wenigen Stadtteile, die dieses Privileg noch hatten", so Jansen.

Das Konzept der Partnerfiliale geht auf eine Entscheidung des Postkonzerns in den 1990er-Jahren zurück und betrifft ganz Deuschland. Seit 1993 werden nach und nach alle Nierderlassungen in Partnerfilialen oder Postbank-Finanzcenter umgewandelt. Die Post argumentiert mit Vorteilen für alle Seiten. So erhöhe sich in den Geschäften der Vertriebspartner die Kundenfrequenz. "Außerdem ist diese Vertriebsform kundenfreundlich, weil längere Öffnungszeiten sichergestellt werden", so Postsprecherin Baumann. So sollen im Südstadt-Center Postdienstleistungen ab dem 12. Oktober täglich eine Stunde länger zu bekommen sein - und zwar montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und sonnabends von 9 bis 14 Uhr.

Die fünf Mitarbeiter, die bislang noch in der letzten Rostocker Filiale Kundenwünsche bearbeiten, bekommen nach Angaben der Post innerhalb des Unternehmens einen anderen Arbeitsplatz angeboten. "Mit den Gewerkschaften haben wir die Vereinbarung, dass es bis 2011 keine betriebsbedingten Kündigungen gibt", sagt Baumann. Für die Bearbeitung der Postdienstleistungen in der Partnerfiliale müsse der Vertragspartner neue Mitarbeiter einstellen, die Post begleite sie anfangs mit Schulungen.

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