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Lokales

23. November 2017 | 17:42 Uhr

Polizeiführung verlässt Kreisstadt

vom

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2010 | 07:01 Uhr

Parchim | Den Sitz der Polizeiinspektion ist Parchim offenbar los, obwohl der Landtag die Eldestadt zum Sitz des künftigen Großkreises gewählt hat. Während die Polizeiführung den künftigen Kreis Südwestmecklenburg von Ludwigslust aus führen wird, bleibt Parchim im Zuge der Strukturreform so genanntes Hauptrevier mit mehr operativ tätigen Ordnungshütern.

Ausschlaggebend für die Standortwahl sind laut Innenministerium "die Liegenschaft und die vorhandene Infrastruktur". In der Tat ist das Ludwigsluster Gebäude frisch saniert. Weil nicht umgebaut werden muss, lässt sich die Reform schneller umsetzen. Ministeriumssprecherin Marion Schlender: "Die Unterbringung der Polizeiinspektion in Ludwigslust und nicht in Parchim hat keinerlei Auswirkungen auf den Streifendienst und die Präsenz der Polizei."

In der Ludwigsluster Polizeiinspektion werden unter anderem Führungs- und Verwaltungsaufgaben wahrgenommen, hier erfolgen die Einsatzplanungen im täglichen Dienst und bei besonderen Anlässen.

Der Streifendienst und die allgemeine Verkehrsüberwachung werden jedoch durch die Polizeireviere abgesichert, die alle erhalten bleiben und die - so das Ministerium - durch die Straffung der bisherigen Führungs- und Verwaltungsstrukturen im Ergebnis der Polizeistrukturreform personell gestärkt werden. Auch die Stationen der Reviere sollen nicht angetastet werden.

Bis Mitte kommenden Jahres will Innenminister Lorenz Caffier (CDU) die Polizeistrukturreform abgeschlossen haben. Dabei reduziert sich die Zahl der Polizeiinspektionen von 17 auf 8, Parchim und Ludwigslust werden zusammengelegt, neuer Chef wird der 50-jährige Polizeidirektor Hans-Peter Günzel.

Für die Standortwahl hatte Innenminister Caffier vor der Landtagsentscheidung für Parchim als Kreisstadt folgende Kriterien genannt:

1. Zentrale Lage im Einsatzraum

2. Nähe zu nachgeordneten Dienststellen

3. Nähe zu anderen Landes-/Kommunalbehörden und Einrichtungen

4. Geeignete Infrastruktur

5. Liegenschaften/ Unterbringung.

"Die vorgeschlagenen Standorte ermöglichen eine effektive Polizeiarbeit", so Innenminister Lorenz Caffier. "Wir haben uns bei allen Überlegungen zur Neuausrichtung der Landespolizei von einem Ziel leiten lassen: Stärkere Reviere, mehr Bürgernähe, schlankere Führungsstrukturen. Deshalb will ich in diesem Zusammenhang auch noch einmal deutlich machen, dass alle 37 heutigen Revierstandorte erhalten bleiben und durch die Polizeistrukturreform personell gestärkt werden." Die Reform sei nötig, um die wachsenden Aufgaben in der Polizei mit dem zur Verfügung stehenden Personal bewältigen zu können.

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