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Lokales

25. September 2017 | 01:08 Uhr

Polizei warnt vor Ganoven in Gärten

vom

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erstellt am 04.Okt.2010 | 08:08 Uhr

Prignitz | Kürzer werdende Tage und einsam gelegene Gärten locken vermehrt Diebe an. Die Prignitzer Polizei rät dringend zu vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen. Parallel dazu sind in der Prignitz 17 Sicherheitspartnerschaften mit rund 100 aktiven Mitgliedern im Einsatz und unterstützen die Polizei.

Noch gebe es keinen aktuellen Fall, so Bianca Krege, Pressesprecherin der Polizei Prignitz. Aber Herbst und Winter seien immer kritische Jahreszeiten, so Krege. Die Gartenarbeit ruhe, Anlagen liegen oft verlassen da. "Hier und da streifen Ganoven durch die Gartenanlagen und sondieren schon einmal das Terrain für einen eventuell geplanten Einbruch in die auserwählte Laube", sagt Bianca Krege.

Deshalb sollten Wertsachen schon jetzt aus den Lauben entfernt werden. Als Beispiele nennt die Pressesprecherin Radios und Fernsehgeräte. "Spirituosen werden gern nach der letzten Gartenparty zurückgelassen. Wie sich in der Vergangenheit erwiesen hat, sind auch sie ein sehr beliebtes Diebesgut". warnt Krege.

Zugleich rät die Polizei, die Laube unter folgenden Aspekten genau zu überprüfen: Wie steht es mit der Fenstersicherung? Bietet die Tür noch genügend Schutz gegen Eindringlinge? Welche Gartengeräte stehen möglichen Einbrechern als Einbruchswerkzeuge zur Verfügung?

"Ziehen Sie die Gardinen beiseite. Ein Blick von außen lässt leicht erkennen, dass hier nichts zu holen ist", rät Krege weiter und ergänzt: "Auch geöffnete Schranktüren, die Leere präsentieren, machen Lauben uninteressant."

Hilfreich sei, Adressen und Telefonnummer mit dem Gartennachbarn auszutauschen. Als wichtig bezeichnet die Polizei regelmäßige Kontrollen des Gartengrundstückes. "Im Ernstfall lässt sich dadurch ein möglicher Einbruch zeitlich genauer einordnen", begründet die Sprecherin. Als sehr zuverlässig habe sich die Zusammenarbeit mit den Sicherheitspartnerschaften erwiesen.

In Perleberg gibt es vier, eine davon für die Anlage "Lübzower Weg". "Wir haben 42 Parzellen und seit sieben Jahren arbeiten wir mit der Polizei zusammen", sagt Walter Konopitzky, der für die Streife verantwortlich ist. Vier der rund 80 Mitglieder teilen sich die Arbeit. "In unregelmäßigen Abständen gehen wir durch die Anlage, auch in den Wintermonaten", so Konopitzky. Komme ihnen etwas verdächtig vor, fragen sie beim Gartenbesitzer nach. "Bisher sind in unserer Anlage nur belanglose Dinge passiert, bei Einbrüchen wurden meist Lebensmittel gestohlen", sagt Walter Konopitzky.

Die Polizei stattet die offiziellen Sicherheitspartner mit Handys und Taschenlampen aus. "Sie sind unbewaffnet, dürfen aber Täter auf frischer Tat bis zum Eintreffen von Polizeibeamten festnehmen", erklärt Bianca Krege. Eingreifen sollen sie aber nur, wenn sie nicht die eigene Gesundheit riskieren.

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