Polizei stoppt 42 Drogenfahrer

Im Einsatz war gestern auch Sabine Brinker von der Bereitschaftspolizei. Michael Schmidt
1 von 2
Im Einsatz war gestern auch Sabine Brinker von der Bereitschaftspolizei. Michael Schmidt

Die Polizei in Westmecklenburg macht weiter Druck. Beamte kontrollierten gestern Vormittag u. a. Autofahrer in Rehna. Sie zogen einen mutmaßlichen Drogenfahrer aus dem Verkehr, der bei weitem kein Einzelfall in Westmecklenburg ist. Das belegt die gestern veröffentlichte Kontrollstatistik für den Monat Februar.

von
02. März 2009, 06:02 Uhr

Rehna | Für den 19-jährigen Mann aus Nordwestmecklenburg war es der Katastrophenstart in die neue Woche. In Höhe des Rehnaer Gewerbegebiets geriet er in eine Verkehrskontrolle und musste wenig später seinen Zündschlüssel abgeben. Denn ein erster Test deutete darauf hin, dass der Autofahrer möglicherweise unter Drogeneinfluss stand. Was folgte, waren die Fahrt zum Gadebuscher Polizeirevier sowie der "Aderlass" für zwei Blutproben.

Es gibt extrem mehr nachgewiesene Fälle Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht Ungemach. Der Nordwestmecklenburger könnte seinen Führerschein für die Dauer von einem Jahr verlieren. Auf ihn kommt außerdem der so genannte Idiotentest zu, auch Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) genannt.

Dass Autofahrer auch unter Drogeneinfluss auf Tour sind, ist keine Seltenheit mehr. Erst vor wenigen Tagen hatte Rüdiger Stüber von der Polizeiinspektion Wismar von extrem mehr nachgewiesenen Fällen dieser Art gesprochen. Die Polizeidirektion Schwerin untermauerte dies Aussage gestern mit Zahlen. Demnach wurden bei Kontrollen im Februar 42 Kraftfahrer unter dem Einfluss von Drogen gestoppt.

Vorwiegend sind es junge Leute"Vorwiegend waren es junge Fahrzeugführer, denen die Tragweite ihres Handelns nicht immer bewusst war. Darüber hinaus wird in einigen Autofahrerkreisen der Einfluss von Drogen im Straßenverkehr offenbar immer noch als Kavaliersdelikt angesehen", sagte der Leiter der Polizeidirektion Schwerin, Knut Abramowski. Er kündigte weitere gezielte Präventionsaktionen und Kampagnen an, um vor den Gefahren des Drogeneinflusses im Straßenverkehr zu warnen und diesbezüglich aufklären.

Ebenso alarmierend war die Zahl der überführten Alkoholsünder. Die Polizei hatte bei den themenorientierten Verkehrskontrollen im Februar 118 alkoholisierte Fahrzeugführer aus dem Verkehr gezogen. Erschreckend: Mehr als zwei Drittel der festgestellten Alkoholfahrer waren mit mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut unterwegs. Gegen diese Fahrzeugführer wird nach Angaben der Polizei nun strafrechtlich ermittelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen