Polizei rätselt über Kutscherunfall

svz.de von
19. Juli 2010, 07:43 Uhr

Gumtow | Ein mysteriöser Unfall beschäftigt seit gestern die Prignitzer Polizei. Auslöser dafür war eine Presseanfrage unserer Zeitung, zu einem mutmaßlichen Unfall mit einem möglichen Todesopfer.

Bereits am Sonntag vor einer Woche soll in der Nähe von Gumtow ein Pferdegespann verunglückt sein. Der 67-Jährige Kutscher habe schwerste Verletzungen erlitten, besagen Gerüchte, die unsere Zeitung aus der Region Gumtow erreichten.

Es sollte ein gemütliches Picknick im Grünen werden, als die Familie mit einer Kutsche, Kindern und Verwandten am Morgen gegen acht Uhr aufbrach. Auf einem Waldweg gingen dann wohl die Pferde des Gespannes durch. Was dann geschah, versucht die Prignitzer Polizei seit gestern zu rekonstruieren. Bisher war ihr der Unfall nicht bekannt, bestätigte Pressesprecherin Bianca Krege.

Die Leitstelle des Prignitzer Rettungsdienstes in Perleberg kann zunächst den Einsatz des Rettungshubschraubers Christoph 39 bei Gumtow am 11. Juli gegen 9 Uhr bestätigen. "Allerdings wurde der Hubschrauber vorsorglich angefordert, da der Zustand des Mannes sehr kritisch war", sagt Bianca Krege.

Die Erstversorgung habe ein Notarzt vorgenommen, dann sei der Mann mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Kyritz gebracht worden. Christoph 39 sei in der Luft geblieben. In Kyritz entschieden die Ärzte, dass die Verletzungen zu schwer seien und ordneten eine Verlegung ins Klinikum nach Rostock an. "Dies geschah mit dem Perleberger Rettungshubschrauber", so Bianca Krege.

Dieser Ablauf ließ sich mit den Protokollen der Leitstelle und des Rettungsdienstes rekonstruieren. "Das Klinikum Rostock gab am Telefon aber keine Auskunft zum Zustand des Mannes", erklärte Krege gestern am späten Nachmittag. Deshalb werde die Kripo Perleberg ihre Rostocker Kollegen verständigen. Sie sollen vor Ort Erkundigungen zum Gesundheitszustand des Mannes einholen.

Bei dem Unfall sollen weitere Personen, darunter die Ehefrau des Kutschers und auch Kinder verletzt worden sein. Genau Informationen liegen der Polizei dazu bislang jedoch noch nicht vor.

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