Polizei hält Druck an der B5 weiter hoch

svz.de von
20. Juli 2010, 08:00 Uhr

Ludwigslust | Mit einer weiteren Großkontrolle hat die Polizei gestern vor allem den gewerblichen und Lkw-Verkehr auf der B 5 zwischen Ludwigslust und Grabow unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse der kombinierten Kontrollstellen lesen sich zwar nicht dramatisch, dokumentieren aber den Alltag auf den Straßen und sind eine Werbung für weitere intensive Kontrolleinsätze.

Beispiel Kontrollstelle nahe der Kreisstraßenmeisterei: Binnen vier Stunden holen die Beamten der Kontrollgruppe 27 Lkw und Kleintransporter von der Straße. Am Ende gibt es 19 Bußgeldverfahren und acht Verwarngelder. Es sind vor allem scheinbare Kleinigkeiten, die die Polizisten bemängeln mussten. So wurden acht Lkw-Fahrer mit Schlappen am Steuer erwischt. Vorgeschrieben ist jedoch festes Schuhwerk. In vielen Fällen fehlten die nötigen Papiere für die Lkw oder die Anhänger. Andere hatten Probleme mit den Lenkzeiten. Ladungssicherung war das nächste Thema, auch hier mussten einige Fahrer nachbessern. Es gab aber auch positive Beispiele, so gab es bei den zwei gestern kontrollierten Tiertransporten keine Beanstandungen.

Kontrollen rund um die Bundesstraße B 5 genießen angesichts der Diskussionen rund um die seit Monaten nicht weg zu diskutierende Lkw-Plage besondere Aufmerksamkeit. Der Polizei ist das bewusst. Ingo Renk nutzte gestern als Chef der Polizeiaktion die Kontrollen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Bundesstraße 5 werde auch weiterhin ein Schwerpunkt der polizeilichen Kontrollen im Landkreis bleiben, erklärte Renk gestern im SVZ-Gespräch.

Dabei sind die Kontrolleinsätze an dieser Straße für die Polizei alles andere als einfach. Es fehlt vor allem an geeigneten Kontrollstellen. Die zu kontrollierenden Brummis müssen sicher von der Straße und nach dem Einsatz wieder sicher auf die Straße kommen.

Gestern gelang das gut, auch weil die Kreisstraßenmeisterei ein Teil ihres Geländes für die Kontrollen zur Verfügung stellte. Polizeichef Renk bedankte sich gestern ausdrücklich für diese nicht selbstverständliche Kooperation.

Der gestrige Tag hat wieder einmal gezeigt, dass die Polizei nicht zaubern kann. Pro Lkw und Beamten sind für eine gründliche Kontrolle gut 20 Minuten einzurechnen. Zudem funktioniert das Warnsystem unter den Lkw-Fahrern hervorragend. So musste die ersten Geschwindigkeitsmessung schon nach einer halben Stunde in Richtung Grabow verlegt werden, weil alle Fahrzeuge plötzlich über die B 5 schlichen. An anderer Stelle waren die Messungen dann effektiv, 22 Pkw-Fahrer und vier Lkw-Lenker wurden mit Verwarngeldern zur Kasse gebeten.

Die Polizei wird auf der B 5 weiterhin eine zentrale Rolle spielen müssen, zumal wenn die ersten Beschränkungen kommen. Auch die neuen Tempo-30-Zonen in den Ortsdurchfahrten, die der Landkreis jetzt beim Land beantragen will, müssen ja kontrolliert werden, damit sie wirken.

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