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Lokales

11. Dezember 2017 | 16:12 Uhr

Polizei-Büro im Streifenwagen

vom

svz.de von
erstellt am 03.Mai.2010 | 06:28 Uhr

Mühlengeez | Diese Polizeistation passt in einen Kleintransporter. Zwei Sitzreihen, ein Tisch und ein tragbarer Computer. "Drucker und Kopierer stehen im Kofferraum", sagt Polizist Ralph Franck. Ab heute werden er und drei weitere Kontaktbeamte aus den Polizeirevieren Güstrow und Bützow mit mobilen Wachen im Landkreis Güstrow unterwegs sein. Hintergrund: "Die bisher sieben Polizeistationen und drei Reviere im Kreis Güstrow reichen nicht aus", sagt Mathias Knöchelmann, Chef der Güstrower Polizeiinspektion. Er verspricht sich von den zwei mobilen Wachen, die gestern offiziell ihren Betrieb aufnahmen, einen besseren Kontakt zu den Einwohnern des Kreises.

Die Sprechzeiten in den ländlichen Polizeistationen würden wenig genutzt. "Hier in Mühlengeez kommt ganz selten mal jemand", sagt Klaus Stapelmann, Kontaktbeamter für die Stationen in Mühlengeez und Laage. Ein- bis zweimal in der Woche finden in den sieben ländlichen Polizeistationen des Landkreises Sprechstunden statt. Ansonsten sind die Stationen nicht besetzt. Sprechzeiten wird es vorerst weiter geben. Zusätzlich sind die Beamten mit den mobilen Wachen unterwegs. "Wo ein Bäcker- oder Lebensmittelwagen auf den Dörfern hält, können wir uns auch hinstellen", sagt Mathias Knöchelmann. Wichtig sei, mit Einwohnern ins Gespräch zu kommen. Dabei muss es nicht immer gleich um eine Anzeige gehen.

Viel Fläche, wenige Menschen - eine Herausforderung für die Sicherheitskräfte. Polizei müsse beweglicher werden, sagt Knöchelmann. Zwei Streifenwagen wurden dazu zu mobilen Wachen umgerüstet. Ausgestattet mit einer 220-Volt-Stromversorgung, Laptop, Drucker und Kopierer, erfüllen die Kleintransporter alle Anforderungen einer festen Polizeistation. Einzig der Platz in der mobilen Wache ist begrenzt. Knöchelmann sagt aber auch, seine Kollegen sollten ruhig auch mal einen "Schnack über den Gartenzaun" halten.

Ab heute werden die beiden mobilen Wachen, zu erkennen an den eigens angebrachten Hinweisschildern, im Kreis unterwegs sein. Das Pilotprojekt wird vorrangig in den Regionen Lalendorf/Jördenstorf und Mühlengeez/Lohmen getestet und soll vorerst bis September laufen. Danach werde neu entschieden.

Neu sind mobile Wachen nicht. Vergleichbare Projekte habe es schon im Landkreis Ludwigslust gegeben. "Auch Schwerin richtet so etwas ein", sagt Mathias Knöchelmann. Ziel sei, auf die Bürger zuzugehen.

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