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Lokales

20. August 2017 | 00:36 Uhr

Polizei bezieht saniertes Gebäude

vom

Waldeck | Die Polizei hat eine weitere Etappe ihres Umzugs nach Waldeck geschafft. Gestern haben die Beamten der Autobahnverkehrspolizei und die zweite Hundertschaft der Bereitschaftspolizei das frisch sanierte Haus 2 der Liegenschaft bezogen. Für 4,9 Millionen Euro bekam das ehemalige Staatssicherheitsgebäude eine aufwändige Verjüngungskur, damit die mehr als 160 Ordnungshüter in technisch modern ausgestatteten Räumen ihrer Arbeit nachgehen können. Die Diensthundestaffel, die Verkehrskontrollgruppe und die Polizeiverwaltung ziehen ebenfalls in das renovierte Haus ein.

Das 1982 für den Wach- und Sicherheitsdienst der Stasi errichtete Gebäude wurde von Grund auf erneuert. Nur der Kern blieb erhalten. "Das Haus hat eine neue Außenhülle bekommen und die Schadstoffe wurden entfernt", sagt Staatssekretär Sebastian Schröder. Außerdem wurde eine moderne Sicherheitstechnik eingebaut und elektrische sowie Sanitärleitungen wurden neu verlegt. "Beim Bau haben wir auf Barrierefreiheit geachtet", so Schröder.

Barrierefreiheit auf vier Etagen

So gibt es keine Stufen auf den Etagen, die über einen Fahrstuhl zu erreichen sind. Mit der Fertigstellung von Haus 2 konnte die Hundertschaft nach zweijähriger Abwesenheit ihr neues Domizil beziehen. Während der Bauarbeiten war sie im Schmarler Siemens-Gebäude untergebracht. Die Autobahnpolizei arbeitete währenddessen auf dem Waldecker Polizeigelände in einem sanierungsbedürftigen Flachbau. Unter Anleitung des Betriebs für Bau und Liegenschaften hat das Ingenieurbüro Hackmann und Kollath mit den aus der Region stammenden Baufirmen ein angenehmes Arbeitsumfeld für die Ordnungshüter geschaffen.

Die 2900 Quadratmeter Fläche des neu eingeweihten Haus 2 erstrecken sich über vier Etagen und einen Keller. Unmittelbar neben dem Empfangsbereich befindet sich die Leitstelle des Dummerstorfer Autobahnreviers. "Hier halten wir die Verbindung zu den Streifenwagen und organisieren Schwerlasttransporte und Verkehrskontrollen", sagt Polizeihauptkommissar Torsten Pehlgrimm. Den Flur entlang führen links und rechts Büros für jeweils zwei Beamte. "Am Kopfende hat die Hundestaffel mehrere Räume", sagt der Erste Polizeihauptkommissar Hartmut Görke. Er leitet das Autobahnrevier. Im ersten Obergeschoss befinden sich die Büroräume der zweiten Hundertschaft. "Ihre Unterkünfte für den Bereitschaftsdienst haben sie in den obersten zwei Etagen", sagt der Leiter der Hundertschaft, Polizeihauptkommissar Thomas Schmidt. Ihre Waffen bewahren die Beamten im Keller in einer videoüberwachten Schließanlage auf.

"Mit der Vollendung des Baus, nimmt das Polizeizentrum in Waldeck langsam Gestalt an", sagt Thomas Laum, Leiter der Polizeidirektion Rostock. Bereits zum G8-Gipfel ist das angrenzende Haus 3 saniert worden. "Und seit Dezember 2007 ist es Dienstsitz der Wasserschutzpolizeidirektion und seit 2008 der Inspektion Zentrale Dienste", sagt Innenminister Lorenz Caffier. Er hat den Umbau mit einer Schlüsselübergabe gestern feierlich eingeweiht. Weiterhin wird ab dem 1. März 2011 ein Polizeipräsidium die Direktion Rostock ersetzen. Zusammen mit der Einsatzleitstelle und dem Präsidium ziehen die autorisierte Stelle des Digitalfunks, die Technische Einsatzeinheit sowie die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei nach Waldeck. Für sie entsteht in den kommenden Monaten ein großflächiger Neubau. Der Standort bekommt außerdem ein Gebäude für die Fahrzeugtechnik und einen Wartungsstützpunkt für 55 Autos und Motorräder. Die Kosten betragen rund 2,7 Millionen Euro. Von 1991 bis 2009 hat das Bauministerium rund 12,7 Millionen Euro in die Dienststelle im Bereich Rostock investiert.

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erstellt am 23.Sep.2010 | 07:35 Uhr

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