Pogreß ruft vier Tage lang zum Fest

Cheforganisator Christian Marten.
Cheforganisator Christian Marten.

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12. Mai 2010, 01:57 Uhr

Wittenburg/Pogreß | Am Donnerstag beginnt mit einer der größten Herrentagspartys der Region auch eine viertägige Dauerfeier, die auch und vor allem für Musikfreunde einiges bereithält. Das Dorffestival Pogreß steht an, zum fünften Mal und doch zum ersten Mal nicht in dem kleinen Dorf mit dem seltenen Namen. Gefeiert wird an allen vier Tagen am Wittenburger Alpincenter auf einem eingezäunten Gelände.

Es beginnt am Donnerstag um 10 Uhr mit dem Einlass, engagiert ist hier die Band "Freischwinger live", die ab 14 Uhr spielen soll. Ansonsten ist Herrentag pur angesagt, mit einem erotischen Teil in einem Extrazelt und nur für Besucher über 18. Dafür soll es dann drinnen relativ hemmungslos zur Sache gehen, mit Oben-Ohne-Bedienung einer "Coyote Show", bei der knapp bekleidete Tänzerinnen den Männern den Alkohol in den Rachen kippen. Doch wer das von Christian Marten und seinen Freunde organisierte Festival darauf reduziert, handelt ungerecht. Nicht umsonst gibt es ein Programm über ganze vier Tage, das alle in der Familie ansprechen soll. Denn eigentlich geht es zumindest an zwei Tagen um Musik, um Bands, die hörbar ihren Vorbildern nacheifern oder Gruppen, die ihren eigenen Weg gehen wollen. Sie hören auf Namen wie "Keimigkeit", "Outdoor" oder "Kapelle Petra". Dazu kommen "Quo", die nicht nur dem Namen nach dem großen Vorbild "Status Quo" nacheifern wollen und es dabei schon zu großer Meisterschaft gebracht haben. Als fünfte Band am Freitag wird "BC Sweet" erwartet, eine englische Truppe die das musikalische Vorbild gleichfalls im Namen trägt. Nicht wenige werden sich an die 1970-er Jahre erinnert fühlen.

Mit der Rasenmäher-Trecker-Rallye am Sonnabend kommt ein weiterer Höhepunkt in Sicht. Mit Stand gestern waren 18 Teams mit 20 Rasentraktoren gemeldet. Beim freien Training ab 11 Uhr wird einiges gezeigt werden. Abends folgt dann wieder Party mit dem in der Region angesagten "DJ Pair Glasses", der ab 22 Uhr die Bühne für "Cora" räumen wird. Später folgt Wayne Morris live, bevor es bis zum frühen Morgen weitergehen soll.

Der Familientag am Sonntag soll neben dem Finale für die Rasentrecker der Familie dienen, entsprechend sind auch die Angebote mit ruhigem Ausklang z. B. mit den "White Angels", einer Kinder- Line-Dance-Gruppe.

Wenn es gut läuft wie in den vergangenen Jahren, dann kommen über die Tage Tausende, doch der Erfolg des privat organisierten Festivals hängt auch gewaltig vom guten Wetter ab.

Dazu kommt die Verschiebung des Festes von Pogreß nach Wittenburg. Diese Verschiebung war nach einem handfesten Streit mit der Gemeinde nötig geworden. Unter dem Titel: "Der Amtsschimmel hat gewiehert…" erklärt Marten dazu: "Leider müssen wir das Festival Pogreß verlegen, da der Bürgermeister der Gemeinde Wittendörp, Jürgen Nadzeika, eine Vielzahl bürokratischer Hürden aufbaut, die wir nicht überspringen können. Wir bedauern diese Entscheidung sehr. In mehreren Gesprächen haben wir versucht, zusammen mit Vertretern des Dorfes Pogreß und Herrn Nadzeika eine Lösung zu finden. Seitens des Dorfes wurde nochmals versichert, dass es allgemeiner Wille der Anwohner ist, das Fest in Pogreß durchzuführen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen steht der überwiegende Teil des Dorfes Pogreß hinter dem Event."

Bürgermeister Jürgen Nadzeika sieht das ein wenig anders. "Es ging nicht an, dass seit Jahren alles von der Gemeinde genutzt wurde, ohne dass gefragt wurde. Und es gab Beschwerden wegen des Lärms. Gegen das Festival hat niemand etwas, man muss sich nur gemeinsam über die Regeln verständigen."

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