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Abstimmungen über Entwurf der Ortsumgehung : Plau: Trassenplanung wird konkreter

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Bis zum Sommer soll für die Ortsumgehung zwischen der B191 und der B103 die detaillierte Verkehrswegplanung erfolgen. Es werde die Trassierung optimiert und die Entwurfsvermessung durchgeführt.

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erstellt am 19.Apr.2011 | 06:33 Uhr

Plau am See | Rundum zufrieden zeigten sich am Mittwoch nicht nur Plaus Bürgermeister Norbert Reier, sondern auch die Mitglieder der Bürgerinitiative "LKW-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See" Dietmar Villwock und Frank Spaller. Das Abstimmungsgespräch mit Vertreter des Straßenbauamtes Schwerin und des planenden Ingenieursbüro Stüvel Ludwigslust über die nördliche Ortsumgehung zwischen B 191 und B 103 verlief im Plauer Rathaus einvernehmlich. Reier betonte: "Wir möchten eine vernünftige Lösung für die Trasse haben. Ein Jahr intensiver Abstimmung liegt hinter uns, nun geht es um die Phase konkreter Entwurfsplanungen."

Das Straßenbauamt erläuterte, dass bis zum Sommer die detaillierte Verkehrswegplanung erfolgen wird. Es werde die Trassierung optimiert und die Entwurfsvermessung durchgeführt. In der zweiten Jahreshälfte kommen die umwelt- und landschaftspflegerischen Begleitplanungen hinzu, dann kann das Planfeststellungsverfahren beim Bund eingeleitet werden. Die Umgehungsstraße ist im vordringlichen Bedarf eingeordnet. Nach etwa einem halben Jahr Bearbeitung wird 2013 Baubeginn sein. Für die Bauzeit sind anderthalb Jahre vorgesehen.

Im Abstimmungsgespräch wurden die Einzelheiten der Trasse vorgestellt. Die Umgehungsstraße wird jeweils durch Kreisverkehre an die Bundesstraßen angeschlossen. Bei der B 191 ist eine mögliche Anbindung der südlichen Ortsumgehung (Richtung Gaarz) ohne Probleme möglich. Die bei ersten Überlegungen vorgesehene Ampelkreuzung an der B 103 wurde zugunsten eines Kreisels geändert. Die Tankstelle bekommt eine eigene Abfahrt. Für die Nordumgehungsstraße sind keine aktiven Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen, da von der Lärmprognose für die Anwohner der Güstrower Chaussee keine über der gesetzlichen Norm anfallende Lärmpegel erwartet werden. Die Umgehungsstraße erhält zwei 3,75 Meter breite Fahrstreifen, die Geschwindigkeit ist auf 100 Stundenkilometer ausgelegt. Die Eisenbahnlinie Plau - Karow wird mit einer Brücke überquert, parallel zur Bahn führt unter diese Brücke ein Wirtschaftsweg, der die Bahnlinie südlich der Brücke überquert. Der Plauerhäger Weg wird durch eine Unterführung (5 Meter breit und 4,70 Meter hoch - wegen der landwirtschaftlichen Maschinen) unter die Umgehungsstraße geführt. An ihn werden Zarchliner und Kuppentiner Weg angeschlossen. Zwischen Kuppentiner Weg und Elde wird wegen einer Anhöhe die Straße bis 5 Meter tief eingeschnitten. Die Eldebrücke in der Nähe des Klärwerkes wird eine Dreifelderbrücke mit 4,20 Meter Durchfahrtshöhe. Wegen Flugrouten von Fledermäusen erhalten die beiden Brücken vier Meter hohe Kollisionsschutzwände, die gleichzeitig den Lärmschutz übernehmen. Die Umgehungsstraße wird beiderseits Wildschutzzäune erhalten.

Das Straßenbauamt teilte mit, dass in den nächsten Tagen die Aufträge zu Baugrunduntersuchungen vergeben werden. Dazu sind Sondierungen und Kleinbohrungen erforderlich. Für die Brückenbauwerke wird es im Sommer größere Bohrungen geben. Die Vertreter der Bürgerinitiative werden das Gespräch im Vorstand auswerten, sie sehen ihre Forderungen weitgehend verwirklicht.

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