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18. Turmblasen in Lübz Von Riesen, Wichteln und Bergen

Von Mona Laudan | 17.12.2017, 20:55 Uhr

Das Wetter spielte mit und Prignitzer wie Mecklenburger feierten ausgelassen

Zum dritten Advent tat sich am Aussichtsturm der Ruhner Berge in Sachen Völkerverständigung einiges: So nah an der brandenburgischen Grenze fanden sich Parchimer und Prignitzer, Bergener und Hagenower in lauschiger Runde am Schwedenfeuer, um dem 18. Turmblasen beizuwohnen. Zu knackig-kaltem Dezemberwetter spielten die neun Jagdhornbläser des Vereins Weidmannsheil Eldenburg Lübz auf, während sich lange Schlangen vor dem Bratwurststand bildeten und der ein oder andere Glühwein von den eisigen Fingern bis hinab zu den Fußsohlen stramm durchwärmte. Mit dem Auftritt der Wichtel der Kita Suckow und ihrem „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus“ schickte selbst die Sonne wie zum Gegenbeweis garantiert flockenfreie Strahlen gen Erde.

Der Weihnachtsmann fand sich im Plausch mit Riese Ramm, dessen Burgfräulein zur Putlitz auch eine vortreffliche Figur machte und mittendrin auch die kleine, warm eingemummelte Zoe und Mama Sabrina Schröter aus Zapel bei Hagenow: „Wir sind das allererste Mal hier“ hieß es, die beiden Weihnachts-Pferde Stella und Santos fasziniert beobachtend.

Gleich am Eingang wartete Peter Vomacka aus Lübz mit seinem Pfeffernusstand: „Nach altem Rezept“. Linker Hand davon reihten sich die zu verkaufenden Weihnachtsbäume: Von der heimischen Nordmann-Tanne bis zur Omorika-Fichte aus Georgien – auch hier ein Fest der Kulturen. Nur einer hatte bei diesem gemütlichen Beisammensein das Nachsehen: Der beim Weihnachtssingen zu gewinnende, garantiert taufrische Karpfen wird wohl in den nächsten Tagen einem für den Gewinner höchst schmackhaften Ende entgegensehen.