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Schwerin Theaterstreit: Vorerst keine Kündigungen

Von Bert Schüttpelz | 23.03.2012, 08:27 Uhr

Die Vorsitzenden aller Fraktionen der Schweriner Stadtvertretung haben gestern in einer gemeinsamen Erklärung das vorliegende Sanierungskonzept für das Mecklenburgische Staatstheater mit Streichung von 79 Stellen abgelehnt.

Gleichwohl wird die dringende Notwendigkeit von Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen anerkannt.

"Das Ziel besteht darin, ein abgestimmtes Vorgehen innerhalb des Landes zu sichern", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die Oberbürgermeisterin wird explizit aufgefordert, insbesondere den Erhalt der Schlossfestspiele und die Sicherung des Bestandes der Fritz-Reuter-Bühne beim Land einzufordern.

Die Kommunalpolitiker erhöhen geschlossen den Druck auf die Verwaltungschefin, sowohl mit der Landesregierung als auch mit potenziellen Kooperationspartnern zügig und ergebnisorientiert zu verhandeln. Denn klar ist, dass die Stadt den Zeitraum, bis Ergebnisse im kooperativen Umstrukturierungsprozesses vorliegen, nicht ohne zusätzliche Finanzierungshilfen des Landes überbrücken kann.

Auch der Aufsichtsrat der Theater gGmbH hat gestern Abend nach mehrstündiger Debatte das Schrumpfkonzept und den Abbau eines Viertels der Belegschaft abgelehnt. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Sanierung des Hauses solle die Ausgliederung der Staatskapelle in eine Landesholding und die Überführung der Reuter-Bühne in Landesträgerschaft forciert werden, erklärte Vorsitzender Lothar Wilke.