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Kreisfeuerwehrverband Ludwigslust-Parchim 50-jährige Mitgliedschaft: Ehrenzeichen auf dem See verliehen

Von MIGB | 27.06.2019, 20:00 Uhr

Kreisfeuerwehrverband Ludwigslust-Parchim lud Ehrenmitglieder zur Schifffahrt nach Plau ein

Auf einer Fläche von rund 3800 Hektar wurden in dieser Woche langjährige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit dem Ehrenzeichen am Bande des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Die Ehrung im Mittelpunkt

„Es sind Kameraden, die seit 50 Jahren in der Feuerwehr aktiv sind und viele Einsatzstunden absolviert haben, zum Teil unter ganz anderen Bedingungen als sie heute sind. Als Dank dafür haben wir sie zu einer mehrstündigen Schiffstour auf dem Plauer See und weiter bis nach Malchow eingeladen“, so Kreiswehrführer Uwe Pulss. Da zur gleichen Zeit nahe Lübtheen der Waldbrand die Einsatzkräfte der dortigen Region forderte, hatte der Kreiswehrführer zum einen die Einsatzleitung seinem Stellvertreter Wolfgang Krause übergeben und zum anderen konnte er die Ehrenmitglieder aktuell über den Stand des Einsatzes informieren.

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Dennoch stand an diesem Nachmittag die Ehrung im Mittelpunkt und erstmals gab es die Unterschrift des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Hannes Möller, der diesen Titel seit kurzem trägt. So eine Urkunde hat jetzt auch Rosi Turzer von der Freiwilligen Feuerwehr Eldena. Die heute 83-Jährige kam zur Feuerwehr, „weil ich damit aufgewachsen bin, schon immer war ich mit der Feuerwehr verbunden“, sagt sie. Wenn der Einsatz ruft, ist sie zur Stelle und war von Anfang an als Maschinistin dabei, denn „ein Maschinist macht nur noch Mist“, sagt sie augenzwinkernd und lachend.

Charlotte Audorf, ebenfalls seit 50 Jahren bei der Eldenaer Feuerwehr und mit dem Ehrenzeichen geehrt, kann dem nur zustimmen. „Sie war von der ersten Stunde an als Maschinist dabei“, sagt Charlotte und beide Frauen sind sich einig, dass „wenn man Lust zur Technik an, dann begreift man das auch“.

Mehr Unterstützung gewünscht

Nach dem offiziellen Teil gab es viele Gespräche untereinander und man tauschte sich aus über Erlebnisse von einst, aber auch über das Ehrenamt heute und die Anerkennung in der Gesellschaft. Gerade in Zeiten, wo selbst Rettungskräfte in Ausübung ihres Ehrenamtes verbal und mitunter auch körperlich angegriffen werden, bedarf es mehr Unterstützung, so der Wunsch der Kameraden, die heute auf Grund ihres Alters zum Teil nicht mehr in der Einsatzabteilung aktiv sind, sondern sich in der Ehrenabteilung mit ihren Kameraden austauschen oder sich noch immer für rückwärtige Dienste zur Verfügung stellen. „Euch allen sei nochmals Dank gesagt“, meinte am Ende der Kreiswehrführer und dann ging es nach einer sehr schönen Schifffahrt wieder zurück in die Heimatorte.