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Lokales

25. September 2017 | 01:00 Uhr

Platzeck liest für Wittenberger Orgel

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2011 | 07:35 Uhr

Wittenberge | Die Orgel in der evangelischen Kirche in der Altstadt ist nur noch bedingt spielbar. Der Gemeindekirchenrat will die Königin der Instrumente restaurieren lassen. Das ehrgeizige Projekt kostet viel Geld. "Wir haben die Finanzierung zur knappen Hälfte gesichert", sagt Christoph Walter. Bei ihm als dem stellvertretenden Vorsitzenden laufen die Fäden zusammen.

Mit dem Ruf "Unsere Orgel braucht Hilfe" wandte sich der Gemeindekirchenrat an die Öffentlichkeit. Der Ruf erreichte auch Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. Und nicht nur das: Platzeck folgte der Bitte aus Wittenberge. Er übernahm im vergangenen Jahr die Schirmherrschaft über dieses Vorhaben. Christoph Walter kann nicht verhehlen, "dass wir über die prominente Unterstützung sehr glücklich sind".

Am 25. März, also am Freitag kommender Woche, nimmt der Schirmherr sich die Zeit und wird sich vor seinem Besuch des Unternehmerballs der Prignitzer Wirtschaft in der evangelischen Kirche einfinden. "Um 17 Uhr werden wir den Ministerpräsidenten begrüßen können. Er wird sein Buch ,Zukunft braucht Herkunft - Deutsche Fragen, ostdeutsche Antworten vorstellen. Dieses Buch zeigt 20 Jahre nach der friedlichen Revolution von 1989 eine persönliche Bestandsaufnahme", kündigt Walter an. Er geht davon aus, dass sich sehr viele Interessierte einfinden. Es werde kein Eintritt für die Lesung erhoben. "Wir bitten aber um Spenden für unsere Orgel", hebt der stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende hervor.

Schon lange spart die Kirchengemeinde für die Restaurierung des 1930 erbauten Instruments. 175 000 Euro wird die Instandsetzung durch Meisterhand, im Gespräch ist eine Potsdamer Fachfirma, kosten. Hoch erfreut kann Walter berichten, dass im vergangenen Jahr allein durch Einzelspenden 10 000 Euro auf dem Sonderkonto eingingen. Die bundesweit agierende Stiftung Orgelklang will das Vorhaben mit 10 000 Euro Förderung unterstützen. Die Sparkasse Prignitz gibt über ihre Jugend- und Kulturstiftung 6000 Euro dazu.

Die Orgel ist die größte im Landkreis, zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Auf ihr könne sowohl barocke wie auch romantische Musik gespielt werden, erklären die Fachleute. Derartige Instrumente gebe es in Deutschland nicht mehr all zu viele. Es macht sie wertvoll. Christoph Walter weiß, dass "seit einiger Zeit diese Instrumente wieder hoch geschätzt werden".

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