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Lokales

21. September 2017 | 10:44 Uhr

Pinocchio auf Abenteuer

vom

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2010 | 07:19 Uhr

Rostock | "Lieber Pinocchio, ich schenke dir das Leben", sagt die Fee und schwebt in einer Gondel auf die Bühne herab. Befreit von den Fäden, die sie hielten, beginnt die hölzerne Marionette erst etwas unbeholfen, dann immer sicherer zu tanzen. Nun soll Pinocchio lernen, zwischen recht und unrecht zu unterscheiden. "Ob du ein richtiger Junge wirst, hängt von dir ab. Sei brav und hab ein reines Gewissen", sagt die Fee und hebt wieder ab. Das Abenteuer startet.

Am Sonntag feiert "Pinocchio" von Bronislav Roznos im Rostocker Volkstheater Premiere. Beginn ist um 11 Uhr im Großen Haus. Schon zum zweiten Mal bringt der Chefchoreograf das Tanztheaterstück für die ganze Familie auf die Bühne. Vor zwei Jahren hat er es in Plauen/Zwickau inszeniert. "Das Bühnenbild und die Kostüme haben wir dem dortigen Theater abgekauft", sagt Roznos. Ein Tanztheaterstück für Kinder zu inszenieren, sei eine anspruchsvolle Aufgabe. "Sie haben zwar Fantasie, hinterfragen aber auch vieles." Darum sei es wichtig, genau zu wissen, was man tue. Die Aufführung müsse sowohl verständlich als auch witzig sein. Ob das gelungen sei, zeige dann die meist unmittelbare Reaktion des jungen Publikums.

Roznos Inszenierung orientiert sich in erster Linie am Disney-Film "Pinocchio". Der sei kindgerechter als das belehrende Original von Carlo Collodi. Um das Tanztheaterstück auch für kleine Kinder interessant zu machen, hat der Choreograf einigen Figuren Stimmen gegeben. Diese sind verfremdet und kommen vom Band. Was die Musik betrifft, so hat er sich für die des Films "Ratatouille" entschieden. "Die ist fetzig", sagt Roznos. Für die Techniker stellt das Stück eine große Herausforderung dar. Denn das Bühnenbild variiert von Szene zu Szene; ständig muss umgebaut werden. Und das sehr schnell.

Die letzte Szene spielt sogar unter Wasser: Auf der Suche nach seinem abenteuerlustigen Sohn Pinocchio wurde Gepetto nämlich von einem Wal verschluckt. Jetzt kann der Junge beweisen, was in ihm steckt.

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