Pingels öffnen Ostern die Tore

Museumsführerin Kerstin Zimmermann schmückt den OsterbaumWolfried Pätzold
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Museumsführerin Kerstin Zimmermann schmückt den OsterbaumWolfried Pätzold

Auf den legendären Pingelhof, einer der ältesten Hofanlagen Norddeutschlands, beginnt morgen eine ganz besondere Saison. Das hier etablierte Agrarmuseum besteht 20 Jahre und das Areal lädt als Außenstandort der Bundesgartenschau ein.

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11. April 2009, 04:40 Uhr

Alt Damerow | Emsig wie die Bienen waren Frauen und Männer in den zurückliegenden Tagen auf dem Pingelhof damit beschäftigt, den morgigen Saisonstart vorzubereiten. Alles soll schließlich einladend und frühlingsfein sein. "Auf den Start in ein ganz besonderes Jahr freuen sich sicher viele und es gibt auch eine Menge Neues zu entdecken", sind sich Museumsführer Hans-Joachim Kummerlöw, der zusammen mit Kerstin Zimmermann die legendäre Hofanlage am Rande der Lewitz betreut, sicher.

Die Saison 2009, die am Ostersonntag mit Böllerschüssen lautstark eingeläutet wird, steht ganz im Zeichen eines Jubiläums. Im September 1989 wurde der Hof, der mit seinen inzwischen 402 Jahren zu den ältesten bäuerlichen Ensembles in Norddeutschland gehört, als Agrarhistorisches Museum eröffnet. Die LPG Domsühl hatte 1984 nach dem Tod von Erna Pingel das Anwesen übernommen, um es für die Öffentlichkeit als Denkmal zu erhalten. In den zurückliegenden 20 Jahren konnten schätzungsweise 150 000 Besucher begrüßt werden. Am 3. Mai soll dieser Geburtstag in Alt Damerow zünftig gefeiert werden.

In den Wintermonaten wurde nicht nur das Jahresprogramm, sondern auch eine passende Kleidung für das Museumsteam geschneidert. Kerstin Zimmermann und Hans-Joachim Kummerlöw begrüßen ihre Gäste nun in bäuerlicher Tracht. "Die Besucher können bei uns in vergangene Zeiten eintauchen und da muss das gesamte Ambiente stimmen", sind sich die beiden einig. Und neu zu entdecken gibt es diesmal einiges. Schon am Eingang zieht eine hölzerne Eule auf einem Eichenstamm die Blicke auf sich. Holzgestalter Mario Gurtler aus dem benachbarten Domsühl hat die Figur mit dem Pingelhoflogo zum Jubiläum spendiert. Rechtzeitig fertig gestellt wurden auch typische Flechtzäune und eine Kräuterspirale im Bauerngarten neben dem niederdeutschen Hallenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Im Außengelände ist die neue Schauhalle, die künftig Agrargeräte früherer Zeiten beherbergen wird, nahezu fertig. Der Neubau wurde möglich, weil der Pingelhof zu den Außenstandorten der Bundesgartenschau gehört und dafür Fördermittel bekam. Freuen können sich die Besucher auch auf Brot und Kuchen aus einem neuen Lehmbackofen.

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