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Lokales

24. September 2017 | 03:20 Uhr

Pilotprojekt mit 125 Kitas

vom

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2010 | 06:48 Uhr

Rostock | Kindern mit Entwicklungsstörungen soll nach dem Willen der Landesregierung ein leichterer Übergang von der Kita zur Grundschule ermöglicht werden. Das will sich die Koalition erst einmal fünf Millionen Euro kosten lassen. Zunächst 125 Kitas sollen pro Jahr jeweils 40 000 Euro erhalten, um den Entwicklungsstand der Kinder zu dokumentieren, sagte der SPD-Bildungspolitiker Mathias Brodkorb, am Samstag auf einer SPD-Fachkonferenz in Rostock. Damit sollen die notwendigen Fachkräfte sowie die Sachkosten finanziert werden. Mit der Dokumentation könnten präzise Aussagen über die Stärken und Schwächen eines Kindes gemacht werden, so Brodkorb. Erzieher hätten dann mehr Anhaltspunkte für die notwendige gezielte Förderung. Diese Informationen sollen den Eltern zur Verfügung gestellt werden. Aber auch die Grundschulen sollen davon Kenntnis erhalten.

In MV gebe es bundesweit mit zwölf Prozent den höchsten Anteil an Förderschülern. "Es ist unser Ziel, diesen Anteil durch die individuelle Förderung deutlich abzusenken", sagte der Bildungspolitiker. Rund 400 Experten waren zur Rostocker Fachkonferenz "Von der Integration zur Inklusion" gekommen. Inklusion bedeutet nach Worten Brodkorbs, dass es keine Ausgrenzung von Kindern mehr im Unterricht gibt. Kinder mit Entwicklungsproblemen oder Lernschwierigkeiten seien dann in der Kita- oder Klassengemeinschaft nicht mehr auszumachen und so besser vor Nachteilen geschützt. Integration bedeute dagegen, dass die Kinder zwar anwesend, aber immer noch als Mitglieder einer eigenen Gruppe sichtbar sind.

Hintergrund ist, dass von diesem Schuljahr an alle Erstklässler in regulären Klassen lernen sollen. Die Kinder, die stärker in den normalen Unterricht eingebunden werden müssten, zeigten z. B. Schwächen in der Motorik sowie in der geistig-emotionalen bzw. sozialen Entwicklung, so Brodkorb.

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