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Lokales

13. Dezember 2017 | 21:51 Uhr

Philharmonie auf Gleis 1

vom

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erstellt am 01.Aug.2010 | 09:45 Uhr

Rostock/Gedser | Die Norddeutsche Philharmonie hat gestern auf dem Gleis 1 gespielt. Oder besser, auf Spor 1. Denn das Rostocker Orchester war in der dänischen Stadt Gedser zu Gast. Im historischen Bahnhofsgebäude, direkt neben dem Fährterminal, musizierten die Philharmoniker vor mehr als 500 begeisterten Dänen und einigen Rostockern. Das Konzert sollte ein Brückenschlag sein. Denn die beiden Kommunen Rostock und Guldborgsund wollen näher zusammenrücken.

Dies schlug sich dann auch im Programm des Konzertes nieder. Die Rostocker Solistin Lisa Mostin wurde vom Publikum im Bahnhof von Gedser bejubelt. Vom Storstrøm Kammerensemble musizierte der Flötist Svend Melbye als Solist mit der Philharmonie. Das Orchester der Hansestadt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Niklas Willén wurde vom dänischen Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert.

Mit dem Shuttle vom Terminal zum Mittelalterzentrum

Schon bald sollen die Rostocker Klassikfreunde die Gelegenheit bekommen, ebenfalls von dem künstlerischen Austausch zu profitieren. Denn Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) kündigte an: "Zur Einweihung des rekonstruierten Barocksaals im November wird das Storstrøm Kammerensemble aus Nykøbing zu Gast sein."

Die Zusammenarbeit zwischen Rostock und Guldborgsund, zu dem sowohl Nykøbing als auch Gedser gehören, wächst vor allem durch das gemeinsame Wirken im EU-geförderten Projekt Interface. Dieses soll die Bedingungen für Fährreisende ohne Auto oder Fahrrad verbessern. "Schon als im September 1995 der letzte Zug auf die Fähre von Rostock nach Gedser rollte, hatten wir die Idee zu dem Projekt", sagt Methling. Nun endlich könne das Vorhaben in Angriff genommen werden. Guldborgsunds Bürgermeister John Brædder bestätigt: "Ich bin erst kurz im Amt. Seitdem haben Roland Methling und ich uns schon drei Mal getroffen." In Gedser soll sich in den kommenden Jahren viel tun. So soll ein neues Viertel entstehen und Gedser zu einem touristischen Zentrum machen. Darüber hinaus haben die beiden Kommunen die Reiseanschlussmöglichkeiten für Touristen verbessert. Auf Seiten der Hansestadt sind die Hafen-Entwicklungsgesellschaft, der Verkehrsverbund Warnow und das regionale Planungsbüro am Projekt beteiligt. Die Reederei Scandlines bietet im August an vier Terminen für Reisende die Möglichkeit, zu Fuß überzusetzen und per Shuttle entweder zum Mittelalterzentrum Nykøbing oder zum Rostocker Zoo zu fahren. "In diesem Jahr üben wir das, im nächsten soll es die Regel werden", sagt Methling. Doch auch kulturell soll die Zusammenarbeit vertieft werden. Grundlage dafür ist eine Absichtserklärung, die Methling und Brædder unterzeichnet haben. "Guldborgsund ist unsere größte Nachbargemeinde", sagt Mehtling. "Und wir glauben an ihre Zukunft."

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