Pflanzaktion sorgt für Unmut

Gadebuscher Grundschüler pflanzen bei einer Umweltaktion 250 Schwarzerlen an der Radegast.Michael schmidt
Gadebuscher Grundschüler pflanzen bei einer Umweltaktion 250 Schwarzerlen an der Radegast.Michael schmidt

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20. April 2010, 07:16 Uhr

Gadebusch | Nicht schlecht staunte Bernhard Schlöter jetzt, als er aus dem niedersächsischen Sustrum in seine Alte Heimat Gadebusch kam und dort einen Teil seiner Wald- und Wiesenflächen begutachtete. In der Nähe der Bundesstraße 104 waren entlang der Radegast auf mehreren hundert Metern plötzlich Bäume gepflanzt. 25 Schüler der Heinrich-Heine-Schule in Gadebusch wollten mit der Aktion ihren Teil zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Im Zuge einer Renaturierung eine vernünftige Maßnahme. Das Problem: Niemand hatte den Besitzer gefragt, noch um Erlaubnis gebeten. "Heutzutage scheint der private Besitz einfach nichts mehr wert zu sein. Niemand hat mich gefragt und das ist doch wohl das Mindeste", ärgert sich Bernhard Schlöter über die vielen neuen Erlen auf seinem Grundstück. Auf SVZ-Nachfrage erklärte Agrar-AG-Chef Jörg Haase: "Wir haben Gelder für eine Renaturierung bekommen und gedacht, dort, entlang der Radegast, ist das sehr sinnvoll eingesetzt. Dass die Seite der Radegast in privater Hand ist, haben wir nicht bedacht. Es war ein Versehen", erklärte Haase und setzte sich schon gestern mit dem ehemaligen Gadebuscher Schlöter in Verbindung. Der machte noch einmal seinen Unmut klar und wusste so richtig auch keine Lösung für das Problem. "Ich sehe ja ein, dass es eine Menge Arbeit war, aber eigentlich gehören die Bäume nicht da hin", so Bernhard Schlöter. Für ein Umsetzen der Bäume war allerdings Jörg Haase nicht zu begeistern. "Vielleicht finden wir ja eine andere Lösung. Das Umsetzen würde natürlich noch einmal jede Menge Geld kosten", so Haase. Nach einer Aussprache zeigte sich gestern aber auch Bernhard Schlöter mit der Renaturierung einverstanden.

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