Pferde und Strandsauna locken an

Der Verein Pferdefreunde Ostseeküste lockt mit seinen Darbietungen die Besucher an den Strand. Georg Scharnweber
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Der Verein Pferdefreunde Ostseeküste lockt mit seinen Darbietungen die Besucher an den Strand. Georg Scharnweber

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06. Februar 2011, 06:26 Uhr

Warnemünde | Sichtlich zu kämpfen hatten viele Pferde beim zweiten Wintervergnügen am Warnemünder Strand. Starke Windböen und Nieselregen machten es sowohl den Reitern als auch den Tieren nicht leicht, sich im weichen Sand zu halten. Dennoch waren die Vierbeiner eine der Attraktionen am vergangenen Wochenende im Ostseebad. Viele Besucher kamen, um am Strand und auf der Promenade zu flanieren und die verschiedenen Angebote zu testen. "So etwas müsste es viel öfter geben", sagte Andrea Grewe vom Reiterhof Möller in Buchholz. Auch sie hatte alle Hände voll zu tun, mit ihrem Pferd gegen den Wind anzukommen. Insgesamt kamen am Sonnabend 30 Reiter mit verschiedenen Rassen, um erst durch Warnemünde zu reiten und dann am Strand verschiedene Programme wie Springen, Dressur oder Westernreiten vorzuführen.

Strandkörbe sorgen trotz Kälte und Regen für Sommergefühle

Startschuss für das zweite Wintervergnügen war am Freitag die Eröffnung des Wintermarktes an der Promenade und der Wintertaverne am Leuchtturm. Die Strandoase Treichel lockte mit Strandkörben, Feuerstellen und einem beheizten Zelt. "In der Nacht von Freitag zu Sonnabend hatte ich große Angst um das Zelt", sagte Franziska Ahrens, die Lebensgefährtin von Matthias Treichel und Mitorganisatorin des Wintervergnügens. Doch die Heringe hielten und so konnten sich die Gäste mit Punsch und anderen Getränken im Zelt aufwärmen. "Es hätten durchaus mehr Besucher sein können", so Ahrens. Für sie war das Wochenende nicht so lohnenswert wie erwartet. Bis zum kommenden Sonntag soll das Zelt noch am Strand stehen bleiben. "Der ganze Aufwand mit dem Aufbau würde sich sonst nicht lohnen", so Ahrens.

Auch die Eisbader der "Rostocker Seehunde" durften bei diesem Event nicht fehlen. Sie feierten am Sonnabend und Sonntag ihren Fasching in der knapp zwei Grad Celsius kalten Ostsee. Zuvor zogen sie in Begleitung mit Percussion-Spielern die Promenade entlang bis zum Wasser. Aufwärmen konnten sich die mutigen Seehunde nach dem Baden in der mobilen Strandsauna. Ein großes Holzfass am Strandaufgang sechs bot für zwölf Personen Platz zum Schwitzen und Entspannen. "Die Sauna war durchgehend gut besucht", sagte Dietmar Marquart von den Seehunden. Mit ihr könne der Verein noch mehr Eisbader nach Warnemünde locken. "Wir haben schon viele Ideen, auch für das kommende Jahr", verriet Marquardt.

Alle anderen Besucher konnten sich an den vielen Feuerstellen am Strand aufwärmen. Manuela Köpcke und ihr Sohn nutzten die Gelegenheit nach einem Ausflug ans Wasser. "Ohne solche Veranstaltungen würde etwas fehlen in Warnemünde", sagte die gebürtige Rostockerin. Auch die Einzelhändler begrüßten das Wintervergnügen. Sie durften gestern ihre Geschäfte bis 18 Uhr öffnen.

Nach Silvester und "Leuchtturm in Flammen" trug das zweite Wintervergnügen zur Saisonverlängerung im Ostseebad bei. Hauptveranstalter der Aktion war die Tourismuszentrale Rostock-Warnemünde. Für die vielen Teilnehmer des zweiten Wintervergnügens steht eine weitere Auflage im kommenden Jahr bereits fest. "Wir werden unser Angebot noch weiter ausbauen", so Ahrens.


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