zur Navigation springen
Lokales

22. August 2017 | 03:44 Uhr

Peter Vollmann macht den Quälix

vom

Rostock | Verbissene Gesichter, schweißnasse Shirts, müde Kicker, die ihre Hände stützend auf die Knie setzen müssen - trotz 15 Punkten aus den ersten sechs Partien der 3. Fußball-Liga zog Hansa-Coach Peter Vollmann gestern im Training mächtig an und trieb seine Truppe fast bis zum Äußersten. Nachdem er sie am Vormittag über eine Stunde lang durch den Wald scheuchte (rund zehn Kilometer), standen am Nachmittag zahlreiche Sprints auf dem Plan. Dabei benötigten einige Spieler sogar während der einzelnen Durchgänge kurze Auszeiten, hockten sich vor Erschöpfung hin. 75 Minuten trieb sie Vollmann innerhalb eines Hütchenparcours hin und her. "Das ist eine Ausdauer-, Schnelligkeits- und Willensschulung", so der Trainer, der dieses intensive Programm bis zum Sonnabend fortsetzen will. Mit Sprüchen wie "Der Überlebenskampf kommt erst noch" spornte der 52-Jährige das Team an.

Um an der Fitness zu feilen, verzichten die Ostseestädter auch auf ein Testspiel am kommenden, wegen der EM-Qualifikation freien Wochenende. "Das hätte uns nicht viel weitergebracht. In den bisherigen Partien hat es ganz gut geklappt, und wir waren jetzt nicht darauf aus, etwas Neues und völlig Anderes einstudieren zu wollen", begründet Vollmann die Maßnahme.

Vielmehr möchte er das Team mit harten Einheiten auf die nächsten schweren Begegnungen bei Aufsteiger Babelsberg, gegen Burghausen, bei Tabellenführer Offenbach und gegen Mitfavorit Braunschweig vorbereiten. "Es gibt Spiele, die zum Großteil über den Willen bestimmt und dann letztlich auch entschieden werden. Dabei ist es ein ständiger Prozess, diesen zu schulen, damit man in der Lage ist, über das eigene Limit hinauszugehen", erläutert der Coach.

Nach Beendigung der zweiten Einheit fand der Trainer lobende Worte für die Einstellung und Leistung der Mannschaft: "Es ist keiner stehen geblieben oder hat aufgehört. Alle haben 100 Prozent gegeben. Das ist ein gutes Zeichen, spricht für die Moral und den Charakter der Spieler."

Vollmann will mit seinem Training jenen Effekt erreichen, dass die Hanseaten in den Punktspielen merken, dass ihnen die Übungen etwas bringen, sie ihre Erfahrungen umsetzen können. "Diese Erkenntnis ist ganz wichtig. Gelingt uns das, dann wird die Mannschaft auch in den Partien ans Limit und darüber hinausgehen. Aber auch das ist eine laufende Entwicklung, die dazu führen muss, dass wir mit der vollen Überzeugung, unser komplettes Potenzial über die gesamte Spielzeit abrufen zu wollen, in die Duelle gehen", sagt Peter Vollmann.

zur Startseite

von
erstellt am 01.Sep.2010 | 07:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen