Peter Vollmann: "Die Zeit der festen Plätze ist vorbei"

Hansa-Coach Peter Vollmann hat wieder eine größere Auswahl an Spielern zur Verfügung. Gestern nahmen 22 Kicker am Training teil. Georg Scharnweber
Hansa-Coach Peter Vollmann hat wieder eine größere Auswahl an Spielern zur Verfügung. Gestern nahmen 22 Kicker am Training teil. Georg Scharnweber

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02. November 2010, 08:02 Uhr

Rostock | 22 Spieler tummelten sich gestern Nachmittag auf dem Trainingsplatz des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Für Chefcoach Peter Vollmann eine etwas entspanntere Situation nach den Wochen der großen personellen Engpässe. Zwar fehlen weiterhin die langzeit-verletzten Jörg Hahnel (Bandscheiben-OP), Dexter Langen, Stephan Gusche sowie Matthias Holst (alle Knie), doch nach der Verpflichtung von Martin Stoll (vereinslos, davor in der Schweiz beim FC Aarau) und dem Hinzuziehen der Nachwuchskicker Moris Fikic, Pelle Jensen sowie Tom Trybull herrscht erstmals wieder ein verschärfter Konkurrenzkampf auf dem Rasen, weil die "jungen Wilden" mit starken Leistungen mächtig Druck machen.
"Wenn wir von weiteren Ausfällen verschont bleiben, können wir nicht alle Spieler mitnehmen, die heute auf dem Platz standen. Die Zeit der freien Plätze ist vorbei", so die klare Ansage von Peter Vollmann, der als Beispiel die Besetzung des Angriffs anführt: "Dort kämpfen Marcel Schied, Enrico Neitzel, Lucas Albrecht, Malick Bolivard und Radovan Vujanovic um zwei Positionen in der Start-Elf. Es werden sicherlich nicht alle fünf Stürmer mit nach Sandhausen fahren. Das geht jetzt nicht mehr. Wir müssen uns richtig Gedanken um die Auswahl machen, wollen aber auch diese neue Situation, die wir jetzt erstmals in der Saison haben, für positive Impulse nutzen."

Mit dosiertem Training will der 52-Jährige der Truppe die geistige Frische fürs Duell am Freitagabend beim Tabellen-17. einhauchen. "Sie hat uns in den zurückliegenden Partien gefehlt, und wir können jetzt nicht einfach so weitermachen, sondern wollen ein bisschen frischen Strom in die Köpfe einpflanzen", erklärt der Fußball-Lehrer, der Neuzugang Martin Stoll einen Platz im 18er Kader in Aussicht gestellt hat. "Er hat zwar noch ein bisschen Nachholbedarf, wird aber dabei sein."

Stoll, der im Anschluss an die gestrige Einheit einige Steigerungsläufe absolvierte, ist froh, dass er in Rostock einen Vertrag erhalten hat, meint aber selbst, dass "noch 20 bis 30 Prozent zur Topform fehlen. Ich habe mich in den vergangenen zwei, drei Monaten ohne Spielpraxis fit gehalten. Doch ich denke, dass ich über ausreichend Erfahrung verfüge und schnell den Anschluss finden werde. Ich möchte auf möglichst viele Einsätze kommen", so das ehrgeizige Ziel des 28-Jährigen Innenverteidigers.

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