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Peter Schyrba: "Das Beste kommt zum Schluss"

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Rostock | "Das Beste kommt zum Schluss" lautet der Titel einer Tragikomödie von 2007 mit den US-Superstars Jack Nicholson und Morgan Freeman in den Hauptrollen. Der Wechsel von Peter Schyrba von Holstein Kiel zum FC Hansa hat zwar weniger komödiantische oder gar tragische Züge angenommen, doch der Filmtitel scheint genau passend für das Engagement zu sein. "Die Stadt gefällt mir. In der Mannschaft ist alles top. Es sind alles charakterlich gute Jungs. Jeder ist ehrlich, offen und selbstkritisch. Keiner schießt hintenherum gegen einen anderen. Atmosphäre und Stimmung im Stadion sind wunderbar. Ich genieße es einfach, hier zu sein. Das Beste kommt eben zum Schluss. Denn ich werde ja bald 30", so Schyrba, der am 17. Oktober zum dritten Mal "nullt".

In Rostock hat er sich rasch eingelebt, wohnt mittlerweile in einer Dreier-WG mit zwei Studenten. Ungewöhnlich findet er das für einen Fußball-Profi nicht: "Ich bin in Kiel mit meiner Freundin zusammengezogen. Sie ist dort geblieben, weil sie da arbeitet. Und hier habe ich doch alles, was ich brauche, eine Küche, ein Bad, ein Bett und einen Fernseher. Außerdem bleibe ich so auch ein bisschen jung", sagt der Rechtsverteidiger.

Im sportlichen Bereich sieht er den FC Hansa auf einem guten Weg: "Mit neun Zählern aus den ersten vier Spielen können wir zufrieden sein. Aber das heißt natürlich nicht, dass wir uns zurücklehnen. Wir fahren jetzt nach Bremen und wollen drei weitere Punkte holen."

Dass die 0:4-Schlappe gegen die TSG Hoffenheim, wie von Coach Peter Vollmann befürchtet, Spuren in den Köpfen der Hanseaten hinterlassen könnte, glaubt Peter Schyrba indes nicht. "Wir waren alle schlecht, keiner kann sich herausnehmen. Es war das gute Recht des Trainers, uns zu kritisieren und vielleicht auch ein bisschen wachzurütteln. Wir werden die Partie analysieren und unsere richtigen Schlüsse daraus ziehen. Peter Vollmann wird wie fast immer die passenden Worte finden",

erklärt Schyrba, eins von fünf Mitgliedern des Hansa-Mannschaftsrates.

Für viele Fans der Rostocker wird die Tour am Sonnabend nach Bremen besonders schmerzlich. Erstmals geht es am großen Weserstadion vorbei, tritt Hansa auf Platz elf, in der Amateur-Arena, gegen die Reserve des SV Werder an. Schyrba: "Natürlich würde ich auch lieber im großen Stadion spielen. Aber ein Fußballplatz ist ein Fußballplatz. Da gibt es keine großen Unterschiede."

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erstellt am 17.Aug.2010 | 08:22 Uhr

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