Perleberger machen besseren Preis

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17. März 2010, 01:57 Uhr

Perleberg | Die Leistungen des Krematoriums in der Rolandstadt sind über die Grenzen des Landkreises hinaus gefragt. Aufgrund der im Vergleich günstigen Preise, nehmen zusätzlich zu vielen Bestattungsunternehmen aus der Prignitz rund 30 aus dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern den mitunter längeren Weg nach Perleberg in Kauf, um dort im privatwirtschaftlich geführten Krematorium Leichen einäschern zu lassen.

"Seit der Eröffnung im Jahre 2003 fahren wir prinzipiell nach Perleberg, um unsere Aufträge dort ausführen zu lassen. Davor haben wir den Service der privaten Krematoriums GmbH in Neubrandenburg in Anspruch genommen", sagt Kaj Rux, die gemeinsam mit ihrer Schwester Jirka Kohlmann das Bestattungshaus Kohlmann in Hagenow führt.

Die Entscheidung für Perleberg resultiere daraus, dass der unter dem Dach der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerins arbeitende Eigenbetrieb zu teuer war. "Der Weg ins brandenburgische Perleberg ist trotz der Mehrkilometer für uns günstiger und auch schneller. Da müssen wir nicht 14 Tage oder länger warten, bis aus Schwerin eine Urne an uns zurückgeschickt wird."

Leistungsangebot und Service, Flexibilität, die Einhaltung der Teminabsprachen und die Verlässlichkeit der Perleberger entspricht den Vorstellungen und vor allem den Preiskalkulationen des Bestattungsunternehmens Kohlmann. "Schließlich geht es uns ja auch darum, die Kosten einer Feuerbestattung für die Angehörigen gering zu halten", so Kaj Rux. Immerhin sind 70 Prozent aller Bestattungen ihres Hauses Feuerbestattungen. "Und so können unsere Kunden, wenn wir statt nach Schwerin nach Perleberg fahren, dennoch 50 Euro sparen."

Ähnlich gute Erfahrungen hat auch der Ludwigsluster Bestatter Detlef Heinke gemacht. "Auch wir fahren schon seit Jahren nach Perleberg. Zum einen weil es natürlich dichter ist und der Anbieter gegenüber Schwerin zudem günstiger im Service ist", sagte der Unternehmer. Auch in seinem Haus werden rund 70 Prozent aller Bestattungen als Feuerbestattungen ausgeführt. Das Problem mit den Kosten des Krematoriums in Schwerin bestehe aus seiner Sicht schon seit Jahren. Hier müsse eher im Verwaltungsbereich angesetzt werden, um wirtschaftlicher arbeiten zu können, so Detlef Heinke.

Michael Hohmeyer, Betriebsleiter des Krematoriums Perleberg, freut sich über die Resonanz von Bestattungsunternehmen aus dem südlichen und westlichen Mecklenburg, die Dienste des brandenburgischen Betriebes in Anspruch zu nehmen. "Rund 300 Feuerbestattungen haben wir im Monat, die Kosten liegen bei rund 300 Euro pro Auftrag. In den sechs Jahren, die wir hier bestehen, arbeiten wir gegenüber dem Schweriner auch mit einem klaren Wettbewerbsnachteil, da wir als Private die Mehrwertsteuer abführen mussten."

Zudem hätte es in Schwerin in den letzten Jahren bei der Preisen stets ein Auf und Ab gegeben. "Wir sind da mit unseren Gebühren ein verlässlicher Partner für die Bestatter aus dem Nachbarland MV und das schätzen unser Kunden auch."

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