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Karneval in Seehausen Wittenberger Jecken in Seehausen dabei

Von baha | 28.02.2014, 12:00 Uhr

Am Sonntag um 14 Uhr beginnt der länderübergreifende Tulpenumzug

Am Sonntag gehört die Nachbarstadt Seehausen zu großen Teilen den Narren. Durch die kleine Altmarkstadt ziehen kostümierte Jecken mit und ohne fantasiereich geschmückte Wagen. „Man fühlt sich wie in Klein-Köln. Viele Leute stehen am Straßenrand und jubeln. Manche spannen Regenschirme auf, wollen damit Bonbons fangen, die von Wagen geworfen werden“, erzählt Christine Ranspach. Sie und die anderen aus der Wittenberger Faschingstruppe „Pension Zum Tivoli“ haben im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Seehäuser Tulpensonntag nicht nur erlebt, sondern als Wittenberger auch mitgemacht. „Und weil es so toll war, bin ich dieses Jahr wieder dabei. Bernd und Cornelia Kuhn hier aus Wittenberge übrigens auch“, so Ranspach.

Sie und die Kuhns gehören zu einer Truppe, die seit Jahren während der Karnevalszeit auf Tour ist, immer einen anderen Ort zum Feiern ansteuert. Wer aber einen richtigen Karnevalsumzug erleben will, hat keine große Auswahl. In der Prignitz und erst recht in Wittenberge erobern die Jecken zu Rosenmontag nicht die Straßen.

„Deshalb sind wir froh, dass wir durch persönliche Kontakte als Gäste des Blaulichtmuseums in Beuster mit im Zug mitfahren dürfen“, sagt Christine Ranspach. Das Blaulichtmuseum ist sozusagen länderübergreifend in Seehausen dabei. Denn der große Truck, den die Karnevalisten morgen im Museum unter dem Motto „Die Elbe sinkt – doch unser Pegel steigt!“ für den Umzug ausstaffieren, stellt das hiesige Transportunternehmen von Detlef Benecke zur Verfügung. Am Steuer sitzt mit Roberto Brehme ein weiterer Wittenberger. Er war auch schon 2013 mit von der lustigen Partie. Die Wittenberger haben sich übrigens für Sonntag vom Werbestudio 1 extra T-Shirts machen lassen – mit Elbpegel und Motto.