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Auf dem Weisener Friedhof Vordach für die Trauerhalle

Von PAUL | 10.04.2019, 20:00 Uhr

Weisener erneuern in Eigenregie auch die Eingangstür.

Sie alle haben ehrenamtlich mitangepackt. Karsten Höhnke, Mathias Muhs und Boris Schröder. In ihrer Freizeit am Wochenende errichteten die Weisener ein Vordach für die Trauerhalle auf dem Friedhof des Ortes. „Die Eingangstür war über die Jahre und durch das Wetter ziemlich in Mitleidenschaft geraten“, erzählt Mathias Muhs von der gleichnamigen Zimmerei im Ort. Karsten Höhnke und Boris Schröder haben diese dann wieder auf Vordermann gebracht.

Doch damit war die ehrenamtliche Arbeit der Männer noch nicht getan. Um die Tür künftig vor Wind und Wetter zu schützen und gleichzeitig mehr Menschen bei Trauerfeiern Platz zu bieten, hielten sie es für eine gute Idee, ein Vordach anzubauen. „Teilnehmer von Trauerfeiern mussten manchmal vor der Tür stehen, wenn es zu voll war. Wenn es dann regnete, war dies nicht optimal“, so Mathias Muhs. Einige Gemeindemitglieder hatten auf diesen misslichen Zustand hingewiesen.

Mehrere Wochenenden waren die drei Weisener damit beschäftigt, das Vordach mit einer Grundfläche von knapp vier mal vier Metern zu errichten. Das Material dafür stellte die Gemeinde zur Verfügung. Bürgermeister David Leu lobt das Engagement der drei. „Das ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich.“ Wenn die Gemeinde die Arbeiten in Auftrag gegeben hätte, hätte dies zirka 10 000 Euro gekostet, ist sich Leu sicher. Geld, das Weisen zum aktuellen Zeitpunkt nicht zur Verfügung gehabt hätte. Nun hat die Gemeinde rund 2500 Euro dazu gesteuert. „Ohne die Arbeit der drei hätte es sonst vermutlich noch drei bis fünf Jahre gedauert, bis die Trauerhalle ein Vordach bekommen hätte“, meint Leu.