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Prozess um Brandserie Wittenberge Vermutliche Brandstifterin vor Gericht

Von BAHA | 12.12.2017, 05:00 Uhr

39-jährige Wittenbergerin muss sich ab heute in Neuruppin verantworten

Ab heute steht in Neuruppin eine 39-jährige Frau vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft der Wittenbergerin schwere Brandstiftung – teilweise im Versuch – vor.

Die Frau soll für die Brandserie verantwortlich sein, die von April bis in den Juni hinein Wittenberge in Angst und Schrecken versetzte und die Kameraden der Feuerwehr bis aufs äußerste forderte. Die Anklage wirft der Frau vor, in elf Fällen Feuer gelegt zu haben. Dabei setzte die vermutliche Täterin bewusst Menschenleben aufs Spiel, denn sie zündelte auch in bewohnten Häusern wie den großen Neubaublöcken in der Bahnstraße 52 und 46 b. Zur Last gelegt wird der Frau außerdem, Feuer in der Bäckerstraße 10, 11 und 26 sowie in der Friedrichstraße 5, der Bürgerstraße 58 und der Packhofstraße 17 gelegt zu haben.

Am 15. Juni endete die Brandserie: Zivile Einsatzkräfte der Polizei hatten an jenem Tag die Tatverdächtige gegen 4 Uhr morgens dabei beobachtet, wie sie durch einen Schacht den Keller des leer stehenden Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Bürger/-Bäckerstraße in Brand setzen wollte. Dabei wurde sie festgenommen.

Polizeibeamte durchsuchten die Wohnung der Beschuldigten in der Bäckerstraße. Diese befindet sich nur einige Schritte entfernt von dem Gebäude, an dem die Frau bei der Brandstiftung gefasst wurde.

Das Gericht hat erst einmal einschließlich des heutigen sechs Verhandlungstage festgesetzt, davon allein vor Weihnachten noch am 14., am 19. sowie am 21. Dezember jeweils um 9.30 Uhr. Der „Prignitzer“ wird berichten.

Bis heute nicht geklärt sind die Brandstiftungen, mit denen am 2. Januar das neue Jahr in Wittenberge begann. Unbekannte hatten versucht, Autos, Leerhäuser und Container in Brand zu setzen.