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Perleberg Regenwasser steht bis zur Rasenkante

Von Doris Ritzka | 13.12.2017, 05:00 Uhr

Ursache: Versandeter Schacht, der nun gespült werden soll, verspricht die Stadt

Ingrid Diete ist am Ende mit ihrem Latein, wie sie sagt. Seit 38 Jahren wohnt sie in der Hopfenstraße 17. „Mein Mann arbeitete damals bei der ZBO, er hat den Block mitgebaut“, erzählt sie und deutet auf ihren Hauseingang. Jenen aber in diesen Tagen trockenen Fußes zu erreichen, das ist allerdings ein schwieriges Unterfangen. Die Betonstraße hat sich in eine Seenlandschaft verwandelt. Jeder Schritt durchs Wasser ist oftmals einer ins Ungewisse. Denn die Jahre und vor allem auch die Autos, die hoch zu den Garagen fahren, haben ihre Spuren im Beton hinterlassen, der an einigen Stellen gelinde gesagt schon recht löchrig geworden ist, wie Ingrid Diete berichtet. „Wenn es wie aus Eimern schüttet, und das tut es in letzter Zeit öfters, dann steht das Wasser bis zur Rasenkante“, so die Mieterin. Denn die Blöcke gehören der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (GWG). Da es keinen separaten Fußweg hier gebe, die Bewohner also nur über die Betonstraße auch in ihre Aufgänge oder hinterm Haus zum Wäscheplatz gelangen, ist die Seenlandschaft vor der Haustür für sie alles andere als erquicklich. Auch sei der unbefestigte Bereich auf der anderen Seite der Betonstraße, der als Parkplatz genutzt werde, schon total zerfahren.

„Stimmt“, pflichtet Cornelia Winter, Prokuristin bei der GWG, bei. Doch das sei Privateigentum, gehöre weder der Stadt noch der GWG. Theoretisch werde das Parken hier nur geduldet.

Hinsichtlich des Wassers, das bei jedem tüchtigen Regenguss Land unter vor den Eingängen erwarten lässt, habe man sich bereits an die Stadt gewandt und diese arbeite an der Lösung. Zwischen dem sogenannten Wirtschaftsweg, wie die Betonstraße auch genannt wird, und dem Weg zu den Garagen verlaufe ein Schacht, der offensichtlich versandet ist. Der werde gespült und hoffentlich damit auch das Problem beseitigt. Denn fest steht, von dem Garagenkomplex, der sich auf einer kleinen Anhöhe befindet, nimmt das Regenwasser auch seinen Weg Richtung tiefer liegender Betonstraße und sorgt so mit dafür, dass die Seenlandschaft an Größe zunimmt.