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Wikingermarkt in Schilde Nordmänner erobern Schlosspark

Von mark | 06.06.2017, 05:00 Uhr

175 Lagerleute mit historischem Handwerk und Schaukämpfen ziehen über Pfingsten hunderte Besucher an

Man fühlt sich ins frühe Mittelalter zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert versetzt. Die Wikinger erobern den Schlosspark Schilde. „Es ist einfach nur cool, so naturverbunden. Alle sind eine große Familie und für die Kinder ist es ideal. Hier können sie sich austoben“, sagt der Schilder Torsten Bösch. Er gehört mit seiner Familie zu den hunderten Besuchern, die am Pfingstwochenende den 3. Wikingermarkt im Schlosspark Schilde erobern, besonders am Sonnabendnachmittag bei gutem Wetter. Genauso wie die vierköpfige Familie Boschatzke aus Lüneburg, die einen Tagesausflug unternimmt. „Wir sind das erste Mal hier. Die Wikingerkultur ist ein Gegenpol zur Gegenwart. Es ist alles schön einfach“, sagen die Boschatzkes, die in voller Gewandung angereist sind und meinen: „Das ist ein schönes Hobby für die ganze Familie“.

Nicht nur neue Besucher lockt der Schilder Wikingermarkt, auch immer mehr Lagerleute. Waren es bei der Premiere an die 80, so kamen im vergangenen Jahr bereits 150 und diesmal war der Platz mit 175 Lagerleuten sehr gut besetzt. „Wir interessieren uns für das historische Handwerk. Wir sind auch beim Plattenburg-Spektakel dabei. Durch das Internet erfuhren wir vom Wikingermarkt in Schilde“, erzählt die Brettchenkünstlerin Pat Siggelkow aus der Nähe von Salzwedel, die mit ihrem Lebenspartner Sven Gehle, der aus Rohhaut Laternen herstellt, dabei ist. Das sind nur Beispiele des historischen Handwerks, das die „Wikinger“ am Wochenende präsentieren. Und die Besucher, wo man nur hinhört, sind begeistert vom Flair, weil: „Der Schlosspark bietet sich ja gerade für ein solches Event an“, meint Organisator Uwe Schirm.

Die Geschichte, Tradition oder das Handwerk ist die eine interessante Seite, die andere die Gemeinsamkeit. Jeder hilft jedem. „Man kommt gleich ins Gespräch, du bist kein Fremder“, sagt Frank Cieluch aus der Nähe von Erkner, der ebenfalls das erste Mal in Schilde sein Lager aufgeschlagen hat.

Dass die Wikinger aber auch anders können, zeigen sie in ihrer Schaukampfvorführung, die einmal mehr zum Höhepunkt gehört. Die Darsteller zeigen mit welchen Waffen wie Axt, Langaxt oder Schwert die Nordmänner gekämpft haben.

„Schade, dass diesmal das Wetter nicht so mitspielt. Wir wollen den Pfingsttermin für dieses Event festhalten“, sagt Veranstalter André Berlin von der Kulturscheune, der der Gemeinde mit Bürgermeister David Leu und allen Ehrenamtlern dankt, damit der Wikingermarkt stattfinden kann und so zu einer Besucherattraktion wird.