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Karnevalsgesellschaft Berge Närrische Show mit Rabbatz

Von mark | 10.02.2014, 08:00 Uhr

Karnevalsgesellschaft Berge lud zur ersten Abendveranstaltung in ihrer Jubiläumssaison in den Deutschen Kaiser nach Perleberg. Buntes Showprogramm begeistert das Publikum.

Unter dem Motto „Küsse, Jubel, Donnerknall – 25 Jahre Berger Karneval“ feiert die Karnevalsgesellschaft in diesem Jahr ihr närrisches Jubiläum und begeisterte zum Auftakt ihrer Veranstaltungsreihe am Sonnabend im Deutschen Kaiser in Perleberg das Publikum. Und die KGB. an der Spitze ihr Präsident Manuel Schlegel, spannte auch den Bogen zu der Gastlichkeit. Vor zig Jahren fand im dortigen Saal der Perleberger Karneval mit dem Schlachtruf „Perle, Rolaa“ statt. Schwarz-weiße Fotos auf Tischkarten erinnern derzeit an die früheren Tage.

Die Berger haben eine kurzweilige Show auf die Beine gestellt. Ob die Minifunkengarde, die Funkengarde, die Frauen- und Männertanzgruppe – sie alle präsentieren jede Menge schwungvolle Showtänze. In den 25 Jahren haben die Mitglieder mittlerweile an die 1800 Lieder performanced. Sketche dürfen natürlich auch nicht fehlen, Urgestein und Hofnarr Hubert Schmidt brachte diesmal seine Enkelin Lea-Sophie mit, Sketche von Gudrun und Hubert hatten die Lacher auf ihrer Seite.

Ein wahres Mammutprogramm absolviert Pauline Ullmann. Die 15-Jährige steht an den Veranstaltungsabenden fünf Mal auf der Bühne. Bei zwei Tänzen der Funkengarde, bei einem der Frauentanzgruppe, einer Performance nach Helene Fischer wirkt sie mit – das macht sie schon viele Jahre. Doch in der Jubiläumssaison wagt sich die Schülerin des Reitinternats in Neustadt/Dosse erstmals in die Bütt. Und da nimmt sie ihre karnevalsverrückte Familie, wie ihren Papa Dirk und ihre Mutter Nicole, mächtig aufs Korn. „Im Präsidium hat man überlegt, dass wir noch eine Bütt brauchen. Da habe ich gesagt, dann mache ich das mal. Meine Mutter und ich haben uns im Internet Inspirationen geholt und auf unsere Familie umgeschrieben“, erzählt Pauline, die von klein auf mit dem Karneval verwachsen ist. „Bei uns ist es schon das ganze Jahr Karneval pur. Wenn ich Musik höre, denke ich schon daran, wie wir sie in Tänze umsetzen können“, sagt die 15-Jährige, die in ihrer Büttenrede nicht ganz ernst gemeint erzählt, wie schon eine Fanfare die Besucher an der Haustür empfängt oder das Toilettenpapier der Familie Ullmann aus Luftschlangen besteht. „Anfangs war es schon ungewöhnt, allein da oben zu stehen. Aber nach den ersten Sätzen ging’s.“ Und was macht ihr mehr Spaß, das Tanzen oder in der Bütt zu stehen? „Es ist beides ganz witzig.“ So kennt der Berger Karneval keine Nachwuchssorgen, denn Pauline meint augenzwinkernd: „Wenn man einmal im Karneval drin ist…“