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Potsdam Mehr Streusalz eingelagert - Winterdienst besser gerüstet

Von Marie-Luise Klose | 27.09.2011, 07:26 Uhr

Das Chaos im vergangenen Winter soll sich dieses Jahr auch bei extremer Witterung nicht wiederholen.

Dazu hat der Landesbetrieb Lange bStraßenwesen etwa 65 000 Tonnen Streusalz für den kommenden Winter eingelagert. "Das dies sind etwa 20 000 Tonnen mehr als im Vorjahr" sagte Leiter Hans-Reinhard Reuter. Damit auch ausreichend Platz für das Streugut ist, wurden zusätzlich drei große Lagerhallen angemietet. Für die Zukunft plant der Chef des Landesbetriebs Straßenwesen einen Ausbau. "Wir werden in den nächsten Jahren noch neue Räumlichkeiten und demnächst Silos bauen lassen. Dadurch können wir die eigene Kapazität weiter erhöhen", sagte Reuter. Mit diesem Puffer soll nicht nur einer heiklen Wetterlage "die Stirn geboten" werden, sondern auch eventuell auftretenden Lieferschwierigkeiten beim Hersteller.

An dieser Stelle klemmte es im Winter 2010/2011: "Wir haben uns voriges Jahr um diese Zeit auch gut gerüstet gefühlt, wir waren es auch. Die Lager waren voll und wir hätten gar nicht mehr einlagern können", sagte Reuter. Doch Ende Dezember blieben Lieferungen des Streusalz-Produzenten aus. Statt der vereinbarten 4000 Tonnen täglich kamen nur 1000 Tonnen. Dieses Jahr rechnet er mit ähnlichen Schwierigkeiten: "Deswegen puffern wir", betonte er mit Blick auf die erhöhten Vorräte. "Im letzten Winter gab es Verträge, bloß der Vertragspartner hat versagt und ist seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen", erklärte Reuter. Dabei bitter: Das Unternehmen genießt auf dem deutschen Markt eine Monopolstellung.

Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger hatte als Konsequenz aus den Lieferengpässen angeregt, Salz aus Chile zu beziehen. Reuter setzt jedoch wegen der Qualität weiter auf den bisherigen Hauptanbieter. Zwei bis drei kleinere Zwischenhändler, die als Geschäftspartner noch in Frage kommen, könnten ebenfalls von Lieferengpässen betroffen sein. Einziger Ausweg ist das rechtzeitige Einlagern großer Mengen Streusalz. Wirtschaftlich sieht es allerdings eisig aus. Der Etat für die sogenannte Allgemeine Straßenunterhaltung ist von Sparmaßnahmen betroffen. Aus diesen Geldern muss neben dem Streusalz auch die Straßenräumung finanziert werden.