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Der Prignitzer Klares Statement zum Bau der A 14

Von hata | 17.01.2019, 09:01 Uhr

Debatte über Notwendigkeit ist überholt: Matthias Weiß und Ministerin Kathrin Schneider finden klare Worte

Er stand für die junge Generation am Rednerpult: Matthias Weiß, Geschäftsführer der Cleo Schreibgeräte GmbH, war Gastredner auf dem Neujahrsempfang des Wachstumskerns Prignitz am Mittwoch im Kulturhaus Wittenberge. Jung und dynamisch verzichtete er auf Floskeln, aber legte in seiner kurzen Rede den Finger in die brennenden Wunden.

„Die Menschen der Region wünschen sich die A 14, die Wirtschaft braucht die A 14“, sagte er, während die zuständige Verkehrsministerin Kathrin Schneider im Saal saß. Sein zweites Statement betraf die Berufsausbildung am Oberstufenzentrum in Wittenberge und Pritzwalk: „Wer zur Schule nach Eberswalde oder Cottbus fahren muss, überlegt gleich, ob er nach Berlin oder Hamburg zur Ausbildung geht.“ Deshalb müsse die Politik Rahmenbedingungen so gestalten, dass Berufsausbildung vor Ort Bestand haben kann.

Stabile und schnelle Internetverbindungen seien heute nicht nur notwendig, sondern werden von Unternehmern als gegeben und normal angesehen. „Aber die Prignitz hat noch sehr viele weiße Flecken“, so Matthias Weiß.

Zuvor war bereits Ministerin Schneider auf die A 14 eingegangen, die auch auf der abinettssitzung am Dienstag in Perleberg das wichtigste Thema war. Mitte Februar werde es eine öffentliche Informationsveranstaltung geben, auf der die neue Trassenführung Wittenberge-Karstädt vorgestellt werde. Bis Ende März soll sie ausgelegt werden.

Wie schon am Dienstag Ministerpräsident Dietmar Woidke kritisierte auch Kathrin Schneider die vor Gericht klagenden Umweltverbände. Die A 14 sei zu einem „Schlachtfeld des Artenschutzes“ geworden. „Wir wollen Artenschutz, wollen die Natur schützen“, betonte Schneider. Es sei aber verkehrt, bei diesem Bauprojekt über das Ob zu diskutieren, dieses zu hinterfragen.

„Bundesverkehrswegeplan und die Gerichte in Sachsen-Anhalt haben den Bedarf für die A 14 festgestellt“, sagte sie. Deshalb seien manche Diskussionen überflüssig und verzögern das Projekt unnötig. Stattdessen müsste viel stärker über das Wie solcher Großprojekte gesprochen werden.