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Dringender Handlungsbedarf Investitionsstau im Bootshaus

Von BAHA | 15.12.2016, 12:00 Uhr

Heizungsanlage muss dringend erneuert werden / Bauamt ermittelt Kosten auch mit Blick auf neues Dach und neue Fenster

Der Wassersportverein als Nutzer des Bootshauses in Garsedow und die Stadt als Eigentümer der Immobilie sind sich einig, die Heizungsanlage muss dringend erneuert werden. Sie stammt noch aus dem Baujahr des Bootshauses, ist über 30 Jahre alt. Der Knackpunkt, geheizt werden darf nur noch mit Ausnahmegenehmigung, die derzeitige läuft im Frühjahr kommenden Jahres aus, bestätigt auf „Prignitzer“-Nachfrage Uwe Neumann, Leiter des Kultur- und Tourismusbetriebes, zu dessen Bereich der Wassersportverein gehört. Der KSTW-Chef sagt: „Als Grundlage für alle künftigen Entscheidungen ist erst einmal eine Kostenermittlung wichtig.“ Und diese nehme das Bauamt vor. Und zwar nicht allein für eine neue Heizung. „In dem Gebäude gibt es einen gewissen Investitionsstau“, sagt Neumann auch mit Blick auf Dach und Fenster.

Im Sommer hatte es so ausgesehen, als würde es eine Lösung zum Erneuern der Heizung geben. Monatelang hatten die Stadt und der Wassersportverein über einen Erbbaupachtvertrag verhandelt. Dieser Vertrag sollte es dem Verein ermöglichen, ohne Eigentümer zu sein, selbst in das Bootshaus zu investieren. Die Vereinbarung kam nicht zu stande. Vereinschef Lothar Haase sagte dazu im Juli: „Wir können uns die Versicherung für das Gebäude, die wir dann übernehmen müssten, einfach nicht leisten.“ Der Wassersportverein darf das Bootshaus kostenlos nutzen. Er ist mit seinen rund 70 Mitgliedern dafür aber verpflichtet, die Kosten im Zusammenhang mit dem Gebäude und dem dazugehörigen großen Steg selbst zu tragen. Ausgenommen seien nur Großreparaturen, sagt der Vereinschef Lothar Haase.

„Für uns ist es jetzt wichtig“, sagt der KSTW-Chef, „eine langfristige Strategie im Umgang mit dem Bootshaus zu entwickeln“. Der KSTW wird, so Neumann, alle Möglichkeiten auf Fördermittel prüfen.

„Für uns als Wassersportverein ist das Bootshaus unser Zuhause, und das soll es auch noch viele Jahre bleiben“, betont Haase die Position des Vereins. „Wir werden deshalb in den ersten Wochen des kommenden Jahres den neuen langfristigen Pachtvertrag vorbereiten, weil der alte ausläuft.“