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Tour über Prignitzer Advents- und Weihnachtsmärkte Großer Auftritt vorm Rauschebart

Von rant | 05.12.2016, 05:00 Uhr

Advents- und Weihnachtsmärkte aber auch eine besinnliche Feier lockten bei sonnig-kaltem Wetter / Premiere in Bentwisch

Das sonnige Winterwetter lockte am zweiten Adventswochenende auf verschiedene weihnachtliche Märkte in der Region. Auch ein Adventsnachmittag bot gestern Gelegenheit zur Besinnung. „Der Prignitzer“ begab sich auf Stippvisite und schaute bei kleinen und großen Festivitäten vorbei.

Bentwisch

„Wir wollen es einfach mal ausprobieren. Sonst machen wir ja unseren Tag der offenen Tür“, sagte die Vorsitzende des Vereins „Alte Schule Bentwisch“, Angela Badke. Der Verein zusammen mit dem Ortsbeirat um Vorsteherin Karin Zeida luden am Sonnabend zur Premiere ihres kleinen aber feinen Weihnachtsmarktes ein. Die Vereinsmitglieder und Frauen aus dem Ort hatten für den großen Verkaufsstand gebacken, Weihnachtsdekoration gebastelt oder Socken gestrickt. Urgemütlich präsentierte sich das Areal an der Kirche, in der zuvor ein schönes Weihnachtskonzert mit dem Rabbachschen Singekreis unter der Leitung von Christian Reishaus für adventliche Stimmung sorgte. Und die Besucher, die sich bei trockenem Winterwetter an der Feuerschale versammelten, zeigten sich von der Premiere, bei der jedoch etwas für Kleinsten fehlte, sehr angetan.

Lenzen

Viel größer präsentierte sich einmal mehr die Burg-Weihnacht mit ihrem umfangreichen Programm, den vielen Händlern aus der Region und der romantischen Atmosphäre bei Eintritt der Dunkelheit in Lenzen. Schon am frühen Nachmittag strömten die Besucher auf den Burghof. Und viele Mädchen und Jungen konnten es kaum erwarten, bis der Weihnachtsmann kam. Die Steppkes hatten fleißig zu Hause geübt, trugen ein Gedichtlein oder Liedchen vor – oftmals in verkürzter Form – das nicht nur dem Weihnachtsmann ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte. „Wir haben diesmal 65 Päckchen gepackt, letztes Jahr waren es 50“, verriet Gabi Steinbrenner, Mitarbeiterin der Stadt Lenzen – und auch die 65 reichten nicht – aber ein bisschen Nachschub wurde flugs organisiert.

Grube

Der Stand von Dietmar Krempner mit Mützen, Handschuhen oder Decken aus Alpaka-Wolle war gut besucht – kein Wunder bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Vor dem Schloss hatten es sich auch die beiden Alpakas Whiti und Santos gemütlich gemacht. Gerade für die Kinder waren sie eine kleine Attraktion. Im Schloss boten Händler ihre Waren an. Von Schokolade über Liköre bis zu Schmuck oder Keramik war alles dabei. „Bei uns besorgen die Frauen die Geschenke“, erklärt Helmut Jaeger aus Blüthen, während er vor dem Schloss wartete. Das historische Ambiente gefalle ihm sehr. „Es ist wichtig, ein solches Haus zu bewahren. Das sieht man sich gern an“, so der 71-Jährige, der mit seinen Bekannten an jedem Wochenende zu einem anderen Weihnachtsmarkt in der Umgebung fährt.

Lennewitz

Klein aber fein war der Adventsmarkt an der Friedenseiche. In der Dorfkirche lud die Berliner Sängerin Marlies Carbonaro unter dem Motto „Apfel, Nuss- und Mandelkern“ zu einer musikalischen Reise über einen Weihnachtsmarkt. Für ihre Gäste, und natürlich auch sich selbst, hatten die Lennewitzer an zwei Ständen wieder allerhand Köstlichkeiten vorbereitet. „Wir sind nicht auf kommerziellen Erfolg aus, sondern wollen die Adventszeit gemütlich miteinander verbringen“, erzählte Andreas Haufe von der Evangelischen Kirchengemeinde Lennewitz.

Wittenberge

Das könnte auch das Credo gestern Nachmittag im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Wittenberge gewesen sein. Dort gab nicht nur der Chor einige Lieder aus seinem Repertoire zum Besten, sondern wurde auch ein kleines Schauspiel geboten. „Martin der Schuster“, nach einer Erzählung von Leo Tolstoi, wurde auf die Bühne gebracht. In der Geschichte geht es um den armen Schuster Martin (Johannes Wauer), der die Nächstenliebe für sich entdeckt.