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Perleberg Expertentreffen anberaumt

Von baha | 26.02.2019, 20:00 Uhr

Prignitzer fragt nach: Wie geht es mit dem Projekt „Gottfried-Arnold-Denkmal“ weiter?

„Wir warten auf den Bauantrag“, antwortet Susanne Thalmann vom Sitzungsdienst der Stadt Perleberg auf die „Prignitzer“-Anfrage, warum das Denkmalvorhaben für Gottfried Arnold nicht auf der Tagesordnung des nächsten Kulturausschusses stehe. Eine ähnliche Antwort gibt es von Pfarrerin Verena Mittermaier: „Wir werden uns gezielt mit dem Vorhaben befassen, wenn der Bauantrag vorliegt.“ „Und wie steht der Denkmalschutz dazu?“, will die Redaktion schließlich wissen. Kreissprecher Frank Stubenrauch sagt, „dass es für eine Beurteilung, Einwände bzw. Bedenken des Vorhabens noch viel zu früh ist. Das Verfahren steht noch ganz am Anfang. Bislang gab es noch keinen Antrag des Einreichers mit eventuellen künstlerischen Vorstellungen und Entwürfen. Da seien noch mehrere Gespräche, zum Beispiel mit dem Kirchenbauamt, dem Kunstbeauftragten der Landeskirche usw. notwendig, um sich zu positionieren.

Sollte der Perleberger Künstler Frank Pieperhoff, der das Modell des Denkmals schuf, recht behalten, als er sagte: „Ich für mich habe das Projekt erst einmal auf Eis gelegt.“

Nächste Anfrage, diesmal an den Initiator und Ideengeber Dieter Hoffmann-Axthelm. Auch er wartet darauf, „dass die Expertenkommission zustande kommt“. Und dafür wollte sich Perlebergs Bauamtsleiter Hagen Boddin einsetzen. Nachdem Hoffmann-Axthelm nun noch einmal mit diesem gesprochen hat, ist Bewegung in die Sache gekommen. So hat sich Hagen Boddin mit Gordon Thalmann von der Unteren Denkmalschutzbehörde verständigt. „In zwei bis drei Wochen soll sich die Expertenkommission im Atelier von Frank Pieperhoff treffen, um sich ein Bild vom Entwurf des Denkmals zu machen“, so der Bauamtsleiter. „Dabei sein werden dann die Obere und die Untere Denkmalschutzbehörde, das Kirchenbauamt sowie der Kunstbeauftragte der Evangelischen Kirche.“

Danach sollen weitere Gespräche folgen, die auch die denkmalrechtlichen Seiten abklopfen und über einen möglichen Standort entscheiden. „Wenn das alles passiert ist, können die notwendigen Anträge gestellt werden“, so Boddin. Dann wird wohl auch bei den Stadtverordneten und in der Kirchengemeinde das Warten ein Ende haben, um wieder über eine mögliche Aufstellung eines Gottfried-Arnold-Denkmals zu befinden.

Seitens der Kirche gibt es keinerlei Bedenken. Sowohl Superintendentin Eva-Maria Menard als auch Pfarrerin Verena Mittermaier begrüßen das Vorhaben. Beide wissen auch, dass seit dem Bekanntwerden der Idee, ein solches Denkmal zu schaffen, sich wieder mehr Perleberger mit dem Leben und Wirken des einstigen Pfarrers an Sankt Jacobi befassen.