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Kurs auf Magdeburg Elbe Princesse verlässt Wittenberge

Von Barbara Haak | 14.12.2016, 12:00 Uhr

Wir trafen im Nedwighafen – beim klar Schiff machen vor dem Auslaufen – den Matrosen Robert Blume.

Wenn alles planmäßig lief, hat die Elbe Princesse heute um 7 Uhr den Nedwighafen verlassen. Der imposante Radkastendampfer hat Kurs auf Magdeburg genommen, um bei Niegripp über den Elbe-Havel-Kanal nach Berlin zu fahren.

Die Winterruhe hat für das französische Kreuzfahrtschiff nicht lange gedauert. In Berlin steigen Passagiere zu, mit denen es Richtung Dresden geht. Die Passagiere werden den Heiligen Abend auf der Elbe Princesse verbringen, erzählt Robert Blume. Der „Prignitzer“ traf den jungen Mann gestern im Nedwighafen. Blume gehört zur nautischen Crew des Kreuzfahrers.

Bevor der sprichwörtliche Anker gelichtet wurde, hat die Besatzung das Schiff von außen schick gemacht. „Das gehört zu unseren Aufgaben als nautische Crew“, sagt der junge Mann, der nach seiner Ausbildung bei der Dampschifffahrt im Sommer als Matrose auf der Elbe Princesse anheuerte.

Im Schiffsinneren wird die Hotelmannschaft in Berlin alles fürs Wohlfühlen der Gäste herrichten. Noch sind im Bordrestaurant Tische, Stühle und Sessel verhüllt. Recht ungehindert kann man von außen in die Zwei-Mann-Kabinen gucken. Und viele Ausflügler in den Nedwighafen haben genau das in den letzten Tagen getan. „Man merkt, die Leute interessieren sich für das Schiff“, sagt der Matrose. So mancher hätte versucht, einen Blick ins Innere zu werfen. Vielleicht bekomme ja der eine oder andere auch Lust, mal selbst auf der Elbe Princesse eine Kreuzfahrt zu machen, meint Blume. Das in diesem Frühjahr in Dienst gestellte Schiff hatte seine Innenausstattung erhalten, als es hier für mehrere Wochen im Nedwighafen lag und damals schon zahlreiche Interessenten angezogen hatte.

Unterwegs ist die Elbe Princesse auf der Strecke zwischen Berlin und Prag. Über Weihnachten und bei der Silvesterkreuzfahrt ist die Route kürzer, geht es nur bis Dresden bzw. ab Dresden wieder nach Berlin. Robert Blume erzählt, ihm würde das Leben an Bord gefallen, auch wenn seine Kabine kein großes Fenster, sondern nur ein Bullauge hat und er sie mit anderen teilen muss.

Das Gespräch mit ihm gestern im Nedwighafen wird unterbrochen, als die Glocke zum Essen ruft. Der Matrose unterbricht das Putzen. Bevor er in der Elbe Princesse verschwunden ist, antwortet er noch schnell auf die Frage, ob das Essen schmeckt: „Unser Koch ist doch Franzose.“