Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

neuer weihnachtsstern für quitzow Ein Dorf sammelt für seine Kirche

Von Doris Ritzka | 12.12.2017, 05:00 Uhr

Ortsvorsteher klopft für Weihnachtsstern an jede Tür, am Ende reicht’s noch für Anzahlung der Turmarbeiten

Am Tag des offenen Denkmals hatten die Quitzower zum Gottesdienst und Konzert in ihre Kirche eingeladen. „So viele waren schon lange nicht mehr gekommen“, erinnert sich Ortsvorsteher Armin Schwarz. Für ihn ein Beleg dafür, dass die Quitzower auch ohne Gemeindekirchenrat Interesse an ihrem Gotteshaus haben. Als an jenem Tag dann die Nachricht die Runde machte, dass der Weihnachtsstern, der all die Jahre zum Fest des Lichtes ihren Kirchturm schmückte, seinen Dienst getan hat, sprich kaputt sei, da stand spontan fest: Ein neuer muss her.

187 Euro, so viel sollte jener kosten. Das Geld hatte das Dorf natürlich nicht so einfach in der Portokasse. So schwang sich der Ortsvorsteher aufs Fahrrad und drehte seine Runde durchs Dorf. An jeder Haustür klingelte er. Auch bei den Eltern von Annabel. Als die Neunjährige mitbekam, worum es ging, da sagte sie: „Papa, ich will auch spenden.“ Zwei Euro von ihrem Taschengeld steckte sie stolz in die Spendendose.

Als Armin Schwarz am Ende seiner Dorfrunde Kassensturz machte, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. 766,10 Euro waren zusammengekommen. So konnte der Kirchturm einen neuen großen Weihnachtsstern bekommen und für das Gerätehaus der Feuerwehr gab es einen kleineren. Selbst für eine neue Lichterkette in der Kirche und Gläser fürs Pfarrhaus reichte das Geld noch. Und alle, die zupackten, um die Schäden, die der Herbststurm Xavier im Dorf, insbesondere auch rund um die Kirche angerichtet hatte, zu beseitigen, konnte der Ortsvorsteher anschließend noch zu Bockwurst und Getränken einladen. 225 Euro waren nun immer noch übrig. „Die haben wir Pfarrerin Verena Mittermaier übergeben“, so der Ortsvorsteher. Es sei faktisch eine Anzahlung für den Glockenturm. Denn auch hier wartet noch allerhand Arbeit auf die Handwerker, betont Armin Schwarz.