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Potsdam/Würzburg Die Renten im Osten steigen - die Jobzahl nicht

Von dpa/dapd | 27.10.2011, 07:01 Uhr

Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland dürfen im kommenden Jahr auf ein Plus bei der Rente hoffen.

Die Renten steigen 2012 voraussichtlich um knapp 2,3 Prozent in den alten Ländern und um 3,2 Prozent in Ostdeutschland. Dies sagte der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische, gestern in Würzburg. Ähnlich stark waren die Renten zuletzt 2009 gestiegen. Die Rentenanpassung wird endgültig im Frühjahr festgelegt. Angesichts der soliden Finanzen in der Rentenkasse stellte Rische zudem eine Senkung des Beitragssatzes in Aussicht. Der Schätzerkreis erwartet nach seinen Worten für 2012 eine Senkung von 19,9 auf 19,6 Prozent. Durch diese Senkung um 0,3 Prozent würden Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils um 1,4 Milliarden Euro entlastet. Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Im kommenden Jahr wirken sich Rische zufolge nicht nur die Lohnsteigerungen, sondern auch die gesunkene Arbeitslosigkeit positiv auf die Rente aus, weil den rund 20 Millionen Rentnern wieder mehr Beitragszahler gegenüberstehen.

Erwerbstätigkeit stagniert fast

Den guten Nachrichten zum Trotz hat die Hauptstadtregion im ersten Quartal einen geringeren Zuwachs bei der Erwerbstätigkeit verzeichnet als Deutschland insgesamt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg gestern mitteilte. Bundesweit erhöhte sich die Erwerbstätigkeit um 1,4 Prozent. In Brandenburg nahm die Zahl der Erwerbstätigen nur um 0,5 Prozent zu, in Berlin erhöhte sie sich um 0,9 Prozent. Dabei gab es Unterschiede zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal. In Brandenburg verringerte sich das Wachstum zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal von 0,6 auf 0,3 Prozent. Damit hatte das Land neben Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern den geringsten Zuwachs zu verzeichnen.

Im Gegensatz dazu sei in beiden Ländern im ersten Halbjahr 2011 ein Wachstum bei der Zahl der voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erreicht worden, hieß es.