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Perleberg Betriebshof rüstet sich für den Winter

Von Doris Ritzka | 06.11.2012, 06:53 Uhr

Septemberwärme dann und wann, zeigt einen strengen Winter an.

"Und danach dürften wir wieder richtig Winter bekommen", wertet Stadtbetriebshofleiter Reinhard Könning die alte Bauernregel. Hundertprozentig verlassen tut er sich aber lieber auf den aktuellen Wetterbericht, und schließlich habe Perleberg eine eigene Wetterstation.

Den Winter habe man beim Stadtbe triebshof längst im Blick, auch wenn dieser sich ruhig noch etwas Zeit lassen könne, gesteht der Leiter. Denn derzeit sei man mit Mann und Technik voll mit den Entsorgung des Laubes beschäftigt. Zwei Lkw mit Ladearm sind die ganze Woche auf Tour, um die 315 Big Bags regelmäßig zu entleeren. Dennoch klingelt ständig das Telefon im Stadt betriebshof, melden Einwohner volle Laubsäcke.

"Wir haben bereits zusätzliche Big Bags dort deponiert, wo wir mit dem Entleeren nicht hinterherkommen", berichtet Könning. Denn auch die 18 Laubcontainer müssen regelmäßig getauscht werden, und dafür sind ebenfalls zwei Lkw mit Absatzcontainer im Einsatz. "Ich denke, bis Ende des Monats wird uns das Laub voll beschäftigen", schätzt der Betriebshofleiter ein, denn die Eichen und auch Winterlinden haben noch ordentlich Blätter.

Nichtsdestotrotz: Der nächste Winter kommt bestimmt. "Wir haben uns entsprechend bevorratet, knapp 500 Tonnen Streusalz und weitere 200 Tonnen trockenen Streukies eingelagert", so Könning. Letzterer wird in erster Linie zum Abstumpfen der Gehwege eingesetzt.

50 Kilometer Straße hat der Stadtbe triebshof im Winterdienst zu betreuen. Ein Unimog und ein Lkw mit Streuer werden morgens um 4 Uhr ausrücken, wenn es darum geht, vor Kitas, Schulen, Krankenhaus und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie in den Bereichen der Buslinien des öffentlichen Personennahverkehrs zu schieben und zu streuen. "Nur die wesentlichen Durchgangsstraßen und Zuwegungen zu wichtigen Einrichtungen sind im Winterdienstplan. Alle anderen werden nur im Extremfall beräumt. Hier müssen die Anlieger eben auch keine Gebühren zahlen", erläutert Reinhard Könning.

Abgestumpft werden die Straße mit Streusalz, "für Feuchtsalz fehlen uns die Lagervoraussetzungen und die Technik, sprich die notwendigen Streuaufsätze." Eine Umrüstung würde tüchtig ins Geld gehen, was die Stadt nicht habe. Allein das Silo koste so um die 30 000 Euro.

Für den Stadtbetriebshof Leistungen erbringt unter anderem der Landesbetrieb für Straßenwesen, der die Ortsdurchfahrten in Dergenthin, Groß Linde, Sükow, Düpow und auch in Perleberg im Winterdienst betreut. Die Stadt bekommt dafür natürlich die Rechnung. In extremen Situationen miete man sich auch noch Fremdtechnik an. Landwirte und örtliche Firmen, die über die Technik verfügen, helfen dann, insbesondere Ortsverbindungsstraßen von Eis und Schnee frei zu halten.

Neben den Straßen müssen auch städtische Gehwege beräumt und abgestumpft werden. Insgesamt 14 Kilometer hat der Stadtbetriebshof in seiner Obhut, davon drei Kilometer, die er auf vertraglicher Basis im Auftrag der GWG betreut. "Die GWG ist eine Tochter der Stadt, für andere dürfen wir laut Gesetz nicht gewerblich tätig werden", so der Chef des Stadtbetriebshofes. Mit vier Fahrzeugen sei man hier im Einsatz, darunter ein Muticar, der im vergangenen Winter seine Bewährungsprobe erfolgreich bestand.

Voraussichtlich in der kommenden Woche werden man beginnen, die Technik Schritt für Schritt auf Winter umzurüsten.