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Wittenberge Bahnwerk zieht Großaufträge an Land

Von Katarina Sass | 23.09.2011, 07:28 Uhr

Das Instandhaltungswerk ist mit Aufträgen in den kommenden Jahren gesegnet.

Dietmar Schmidt, Leiter des elbestädtischen Werkes der DB Fahrzeuginstandhaltung, rechnet in den nächsten drei Jahren mit einem Auftragsvolumen in dreistelliger Millionenhöhe. Auf Grund dieser Auftragslage erhalten laut Schmidt bis Ende des Jahres weitere 21 Leiharbeiter und sechs Angestellte einen festen Arbeitsvertrag, nachdem bereits seit 2010 in Summe 29 eigene Azubi übernommen, 42 Facharbeiter und fünf Angestellte fest eingestellt bzw. aus dem Leiharbeitnehmerstamm übernommen wurden. "Die Personalmehrung ist auch ein hoffnungsvolles Signal für die Stadt und die gesamte Region, immerhin sind dies neue feste Arbeitsplätze in der Größenordnung eines Kleinbe triebes", so der Werkleiter.

Im kommenden Jahr realisiert das Unternehmen für die DB Regio Nordost Umbau- und Redesignmaßnahmen an 75 Doppelstockwagen, zur Realisierung dieser und weiterer Aufträge wurden eigens neue technische Konzepte erarbeitet, erklärt Schmidt.

Parallel zu diesem Auftrag hat sich das Wittenberger Werk einen Auftrag der DB Regio Hessen gesichert. Nunmehr werden von 2011 bis Oktober 2013 an die 130 Doppelstockwagen umgebaut, 79 von ihnen werden mit einer Klimaanlage nachgerüstet, derzeit stünden Mitarbeiter des Hauses in "straffen Verhandlungen" mit weiteren Auftraggebern. Bis 2014/15 rechnet das Werk mit Aufträgen in ähnlichen Größenordnungen. "Momentan sind wir auf einem guten Ast", schätzt Schmidt die wirtschaftliche Lage ein. 1101 Mitarbeiter arbeiten derzeit insgesamt an der Realisierung dieser Aufgaben. "Wir brauchen für die Aufträge einen gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiterstamm", begründet er die personellen Entscheidungen aus der zurückliegenden Zeit.

Gerade erst beendet das Unternehmen den Großauftrag der Berliner S-Bahn im Wert von 20 Millionen Euro (wir berichteten). 65 Mitarbeiter rüsteten 80 Wagen komplett um, beseitigten Risse in den Bodenblechen. Dazu musste ebenfalls eine spezielle Montagestraße in Betrieb genommen werden. Ende Oktober passiert nun der letzte Viertelzug der S-Bahn das Wittenberger Bahnwerk.