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Lokales

23. September 2017 | 22:00 Uhr

Perleberg erhält doch vier 7. Klassen

vom

svz.de von
erstellt am 22.Jun.2010 | 08:57 Uhr

Perleberg | Nach gründlicher Prüfung hat das Staatliche Schulamt Perleberg gestern kurzfristig entschieden, an der Friedrich-Gedike-Oberschule in Perleberg mit dem neuen Schuljahr die 7. Klasse vierzügig laufen zu lassen. An der Wittenberger Oberschule werden hingegen statt geplanter drei nur zwei siebte Klassen eröffnet, teilte die Behörde unserer Zeitung mit. Glöwen bleibe zweizügig. Alle Schulstandorte bleiben damit erhalten, keiner sei gefährdet. Mit dieser Entscheidung werde vor allem der Wunsch der Eltern respektiert, heißt es aus dem Schulamt.

Bis dato waren in der Perleberger Oberschule drei Klassen geplant, davon sollten zwei mit je 27 Schülern gebildet werden. Eine weitere Klasse wird als Integrationsklasse geführt und ist daher laut Sonderpädagogik-Verordnung auf 23 Schüler begrenzt. Unter dem Strich hat die Friedrich-Gedike-Oberschule so nur 69 Plätze vergeben können, zumal die Schule noch eine Reserve für mögliche Wiederholer der Jahrgangsstufe 7 offen halten muss. Deutlich mehr Anträge lagen aber vor.

Entsprochen wurde in jedem Fall dem Zweitwunsch der Eltern, bestätigt auf Nachfrage Schulleiterin Gisela Hauck. Wo Eltern keinen äußerten, entschied das Schulamt. Und das bedeutete nach der ursprünglichen Entscheidung der Behörde, dass diese Schüler bis nach Wittenberge hätten fahren müssen.

Das rief massiven Protest insbesondere von Eltern aus Karstädt und Laaslich auf den Plan: "Die Schließung der Oberschule Karstädt vor zwei Jahren war für uns ein herber Verlust. Als schwacher Trost wurde uns gesagt, der Weg bis Perleberg sei noch verkraftbar. Doch sind die damals vollmundig gemachten Trostworte nun auch nichts mehr wert", reagieren sie verärgert.

Verständlich, hätten ihre Kinder doch bereits gegen 6 Uhr aus dem Haus zum Bus gemusst, umsteigen in Perleberg, Weiterfahrt nach Wittenberge und an drei Tagen wären sie erst spät wieder zuHause gewesen. Montags und freitags endet die Schule um 13 Uhr. Dienstags, mittwochs und donnerstags ist Ganztagsschulbetrieb und erst um 15.30 Uhr Schluss. Zirka eine Stunde Rückfahrt mit Umsteigen stünde dann noch an.

Auch an der Perleberger Oberschule selbst stieß die bisherige Entscheidung des Schulamtes auf wenig Verständnis. "Räumlichkeiten und Lehrerkapazitäten sind vorhanden, laut Schulentwicklungsplan sind wir für einen vierzügigen Betrieb ausgelegt", so die Schulleiterin. Den Unmut des Kollegiums brachten Ute Seerig gemeinsam mit zwei Kollegen in der Sprechstunden des SPD-Landtagsabgeordneten Holger Rupprecht zum Ausdruck, der ihnen eine Prüfung versprach.

Gestern dann die Entscheidung. Die für heute geplante Elternversammlung für die künftigen Siebtklässler in Perleberg dürfte damit unter einem ganz anderen Stern stehen.

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