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Parkplätze in Schwerin : Pendler weichen in die Weststadt aus

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In der Weststadt herrscht Parkplatznot - zumindest tagsüber. Seit Schwerin innerhalb des Ringes zur Bewohnerparkzone geworden ist, weichen die Pendler zum Parken in die angrenzenden Stadtteile aus.

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2013 | 09:41 Uhr

In der Weststadt herrscht Parkplatznot - zumindest tagsüber. "Ich bekomme hier regelmäßig Knöllchen" sagt Burkhard Mohr. Er wohnt in der Weststadt und ärgert sich schon seit Monaten über immer weniger Stellflächen in den Straßen. "Wir kennen das Problem", sagt Baudezernent Wolfram Friedersdorff. Allerdings könne die Stadt vorerst keine Abhilfe schaffen.

Seit Schwerin innerhalb des Ringes zur Bewohnerparkzone geworden ist, weichen die Pendler zum Parken in die angrenzenden Stadtteile aus. Dort sind die Stellplätze kostenlos. Autos mit Ludwigsluster, Bad Doberaner und Nordwestmecklenburger Kennzeichen parken tagsüber an den Straßenrändern - dazwischen vereinzelt Wagen mit Schweriner Kennzeichen.

"Ich bin für eine Bewohnerparkzone", sagt Burkhard Mohr. "Wir werden in der Weststadt keine etablieren können", erklärt Dezernent Friedersdorff. Im von Pendlern stark frequentierten Musikerviertel - wie der Richard-Wagner- und der Sebastian-Bach-Straße - stünden vor allem Villen mit Privatgrundstücken, auf denen die Anwohner private Stellflächen hätten. "Dort besteht für die Anwohner kein Anspruch darauf, dass die Stadt ihnen mit Hilfe von Bewohnerparkzonen Parkraum auf öffentlichen Straßen reserviert", erklärt Wolfram Friedersdorff. So würden die Einpendler jedes Recht haben, ihre Autos in den Straßen abzustellen. Die Verwaltung habe deutlich registriert, dass sich der Parkdruck von der Innenstadt auf die Weststadt übertragen habe - ähnlich wie in der Werdervorstadt. Aber dort seien die Voraussetzungen eben andere. Durch die enge Bebauung verfügen die Bewohner über weniger Möglichkeiten, auf Privatgrundstücken Stellflächen für ihre Wagen zu schaffen. Dort sei die Stadt bemüht, den Parkdruck zu verlagern. Wie derzeit in der Werdervorstadt werde die Verwaltung langfristig auch in der Weststadt Zählungen vornehmen, um sich auf feste Ergebnisse stützen zu können. Fest steht, dass die Stadt täglich Platz für 17 000 Pendler bieten muss - 25 000 Auswärtige kommen täglich zum Arbeiten nach Schwerin. 8 000 Schweriner pendeln täglich zu ihrem Job außerhalb der Landeshauptstadt. Die Mehrzahl der Einpendler fährt mit dem privaten Auto nach Schwerin. "Wir bieten am Stadtrand kostenlose Park-and-Ride-Flächen an, von den Ein pendler günstig mit Bus und Bahn die City erreichen", sagt Friedersdorff. Wer dieses Angebot nicht nutze, müsse eben für seinen Stellplatz in der Innenstadt zahlen. Über diese Hebel versucht die Stadt, den nur begrenzt zur Verfügung stehenden Parkraum zu regeln - tagsüber genug Raum für Pendler, abends und nachts für Anwohner schaffen. "Schön, wenn es so wäre", klagt Jennifer Schack. Sie wohnt in der Paulsstadt, kommt erst abends von der Arbeit nach Hause. "Dann finde ich oft trotz Bewohner parkkarte keinen Stellplatz und weiche in die Weststadt aus", sagt sie. Wenn Konzerte in der Sport- und Kongresshalle sind, ist es ganz schlimm. "Dann finde ich überhaupt keinen Parkpla tz mehr." Das Ordnungsamt sei trotzdem unterwegs.

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