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Lokales

21. Oktober 2017 | 14:20 Uhr

Pendler auf der A 24 im Baustellen-Stress

vom

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2010 | 10:04 Uhr

Parchim | Für Autofahrer auf der A 24 in Richtung Hamburg kommt es derzeit ganz dicke: Auf einer Strecke von etwa 20 Kilometern zwischen der Auffahrt Suckow und dem Dreieck Schwerin müssen sie gleich drei Mal kräftig vom Gaspedal. Zwei jeweils fünf Kilometer lange Baustellen wurden Ende August begonnen und sind zu der schon gewohnten Tempoeinschränkung an der Elde-Brücke bei Neustadt-Glewe hinzugekommen. In Schleswig-Holstein ist es dann noch einmal die Dauerbaustelle zwischen den Anschlussstellen Talkau und Reinbek, die gerade Pendlern aus den Landkreisen Parchim und Ludwigslust schon seit Mitte Mai die tägliche Fahrt zur Arbeit erschwert. Auf insgesamt elf Kilometern quält sich der Verkehr dicht an dicht an der Baustelle vorbei.

Den Anfang von Suckow aus macht eine "normale Deckensanierung" zwischen den Kilometern 126 und 121, wie Renate Winkel, Oberbauleiterin im Auftrag des Straßenbauamtes Schwerin, auf Anfrage erklärt. "Die oberste Schicht war ausgemagert, so dass die Baumaßnahme notwendig wurde." Einen bestimmten Zyklus gäbe es dabei nicht. Wann solche Sanierung fällig wird, hänge von der Beurteilung durch Fachleute ab. Außerdem hätten auf diesem Abschnitt der Autobahn Hitzeaufbrüche ihre Spuren hinterlassen. Den Autofahrern dürften die etwas holprigen Stellen nicht verborgen geblieben sein, so Winkel.

Fuß vom Gas heißt es kurz darauf nach der Auffahrt Parchim zwischen den Kilometern 115 und 110. Hier wird Ende der Woche eine spezielle Asphaltmischung zum Testen aufgebracht, die die Fahrgeräusche verringern soll. Die schadhafte Deckschicht ist bereits abgefräst worden. Bis heute werden hier Restarbeiten erledigt und die Bankette gemacht, bevor das Anspritzen erfolgt. Das ist eine Haftbrücke zur verbliebenen Asphaltschicht und sieht glänzend klebrig aus, wie die Oberbauleiterin beschreibt.

Für die Bauzeit ist eine Fahrspur in Richtung Hamburg gesperrt. Ist diese fertig, geht es auf der anderen Hälfte weiter. Ansonsten wird eine Richtung komplett gesperrt und der Verkehr auf eine der Gegenfahrbahnen geleitet. Darauf sei bewusst verzichtet worden, um nicht beide Fahrtrichtungen zu beeinträchtigen, so Renate Winkel.

Zwischen dem 27. und 29. September sollen die Arbeiten auf diesen beiden Baustellen abgeschlossen sein. Wesentlich länger müssen sich die Kraftfahrer bei der 1,3 Kilometer langen Verkehrseinschränkung bei dem Brückenbau über die Elde hinter der Auffahrt Neustadt-Glewe gedulden. Hier ging es im Dezember 2009 los, und es sind zwei Jahre veranschlagt. Die Polizei hat hier übrigens ihre Ankündigung wahrgemacht und kontrolliert bei nahe täglich die Einhaltung des 60er-Tempolimits.

Schwacher Trost für jene, die bis Hamburg fahren: Weiter auf der A 1 nach Bremen reiht sich auf mehr als 70 Kilometern Baustelle an Baustelle.

Vier längere Baustellen

  • Fünf Kilometer zwischen Auffahrten Suckow und Parchim

  • Fünf Kilometer zwischen Parchim und Neustadt-Glewe

  • 1,3 Kilometer an der Elde-Brücke bei Neustadt-Glewe

  • Elf Kilometer zwischen Talkau und Reinbek


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