FC Hansa Rostock gegen Rot Weiss Ahlen : Pelzer: "Feuer mit Feuer bekämpfen!"

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Versuch Nummer drei: Am Mittwoch um 19 Uhr tritt Fußball-Drittligist Hansa Rostock zum Nachholspiel der 19. Runde bei Rot Weiss Ahlen an. Die Partie wurde wegen schlechter Witterung bereits zweimal abgesagt.

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08. Februar 2011, 07:38 Uhr

Bad Sassen- dorf | Versuch Nummer drei: Heute um 19 Uhr tritt Fußball-Drittligist Hansa Rostock zum Nachholspiel der 19. Runde bei Rot Weiss Ahlen an. Nachdem das Duell der Zweitliga-Absteiger am 5. sowie 15. Dezember der Winter-Witterung zum Opfer fiel, steht bei nunmehr frühlingshaftem Wetter einer Austragung nichts im Wege. Beim Blick auf die Tabelle - Vierzehnter contra Zweiter - scheinen die Vorzeichen klar: Die Ostseestädter sind Favorit. "Wir stellen uns auf ein schwieriges Spiel ein, werden Ahlen keinesfalls unterschätzen", versichert aber FCH-Kapitän Sebastian Pelzer.

Der 30-Jährige kickte bis zum zurückliegenden Sommer an der Werse. Er kennt die dortigen Begebenheiten und weist auf einige Besonderheiten hin. "Der Platz wird sicherlich nicht der beste sein. Zudem kennen ja alle die spezielle Situation des Clubs. Die Spieler kämpfen um Verträge bei anderen Vereinen. Sie werden sich nicht hängen lassen. Das war bei Mohammed Lartey, Michael Wiemann und mir in der vergangenen Saison ähnlich", erklärt der Linksverteidiger mit dem Verweis auf die angespannte finanzielle Situation bei Ahlen. Heute sind die drei Genannten alle Stammkräfte bei den Rostockern und streben die direkte Rückkehr in die 2. Liga an.

"Pelle" erwartet eine harte und enge Auseinandersetzung: "Ahlen wird sicherlich bis zum Umfallen kämpfen. Wir müssen von Beginn an 100 Prozent dagegenhalten und uns vor allem auf die einfachen Dinge konzentrieren. Oder simpel gesagt: Feuer mit Feuer bekämpfen!"

Zu seinem Ex-Club hat Pelzer - obwohl er bei Rot Weiss in anderthalb Jahren immerhin auf 35 Einsätze kam - keine besondere Beziehung. "Ich habe nur noch Kontakt zu einigen Spielern und Torwarttrainer Dirk Langerbein, mit dem ich noch zusammen gespielt habe", verrät der Routinier, der freilich bei seinen ehemaligen Nachbarn in Ahlen das vergangene Silvester verbrachte.

Mit dem 2:0 in Koblenz gelang dem FCH ein guter Auftakt in die englischen Wochen. "Ein Sieg hilft in jeder Lebenslage weiter und bringt Selbstvertrauen. Allerdings darf sich keine Zufriedenheit einstellen. Das wäre der größte Fehler. Wichtig ist, dass wir von Spiel zu Spiel denken und jedes einzelne für sich gewinnen wollen", sagt der gebürtige Pfälzer, der sich nach wie vor mit seiner im Vorbereitungscamp in Spanien erlittenen Schulter-verletzung herumplagt. "Ich habe eigentlich permanent Schmerzen und werde oft auch morgens wach, weil ich nicht mehr liegen kann. Natürlich merke ich, dass es ohne Belastung besser wird. Doch ich bin halt fast täglich im Training und im Spiel aktiv. Daher wird es noch eine Weile dauern." Eine Pause kommt für Pelzer jedoch nicht in Frage. Statt dessen lässt er sich intensiv von Physiotherapeut Frank Scheller mit Strom, Ultraschall und Massage behandeln: "Ohne Tabletten und Spritzen geht es aber nicht."


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