Parksünder legen Straßenbahnen lahm

svz.de von
16. Februar 2010, 08:16 Uhr

Schwerin | Wer in diesen Tage n mit der Straßenbahn in der Landeshauptstadt unter wegs ist, der muss auf eine Geduldsprobe gefasst sein. Der Grund: Wegen der Schneemassen am Straßenrand parke n ei nige Kraft fahrer ihre Autos so, dass sie in den Schie nenbereich hin einra gen. "In den zurück liegenden zwei Wochen haben fast jede n Tag rücksichtslos ab gestellte Fahr zeuge unsere Bahnen blockiert", sagt der Geschäftsführer des Schweriner Nahverkehrs, Norbert Klatt. "Das ist ein echtes Ärgernis ge worden."

Am Sonntagabend war es ein schwerer Geländewagen, der in der Wittenburger Straße in Höhe des Seiteneingangs zum Schlosspark-Centers der Linie 2 im Wege stand, in der vergangenen Woche legte ein geparktes Fahrzeug am Platz der Jugend den Straßenbahn-Verkehr in Richtung Stadt für mehr als eine Stunde lahm (wir berichteten). Die Aufzählung ließe sich pro blemlos fortsetzen. Be sonders betroffen sind nach Angaben von Klatt unter anderem die Wismarsche Straße zwischen Haupt bahnhof und Arsenalstraße, die Goethestraße, die Franz-Mehring-Straße und die Lübecker Straße. "Im Falle eines Falles bemühen wir uns, den Betrieb durch Schie nenersatz verkehr so weit wie möglich aufrechtzuerhalten", betont der Nah verkehrs-Chef. Verzögerungen und eventuelle Unbe quemlich keiten für die Fahrgäste seien dann allerdings schwer zu vermei den.

Den Verursachern der Stra ßenbahn-Blockaden komme ihr Verhalten teuer zu stehen, so Klatt. "Neben dem Ver warngeld müssen sie auch den Einsatz des Abschleppdienstes bezahlen und für den Schienenersatzverkehr aufkommen."

Was den Nahverkehrs-Geschäftsführer besonders ärgert: "Wir haben den Winter mit unserer Technik eigentlich gut im Griff und werden nun durch Dritte ausgebremst." Tatsächlich habe der Nahverkehr trotz der harten Wetterbedingungen bisher kaum Abstriche an seinem Fahrplan machen müssen, so Klatt. Mit dem vielen Schnee hätten freilich auch die Busse zu kämpfen. Eng sei es etwa vor allem in der Gaußstraße, der Werner-Seelenbinder-Straße und in Neumühle. "Ich kann nur immer an die gegenseitige Rücksichtnahme appellieren", sagt der Nahverkehrs-Chef.

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