Asklepios Klinik Parchim : Zwillinge mit zwei Geburtsorten

Fast drei Wochen zu früh erblickten die eineiigen Zwillinge Sofia (r.) und Mia im Rettungswagen das Licht der Welt.
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Fast drei Wochen zu früh erblickten die eineiigen Zwillinge Sofia (r.) und Mia im Rettungswagen das Licht der Welt.

Ganz eilig hatten es Sofia und Mia. Die Zwillinge aus Neustadt-Glewe bzw. Brenz kamen im Rettungswagen zur Welt

svz.de von
09. Juni 2016, 05:00 Uhr

Schon gestern war die Begeisterung um die beiden Zwillinge Sofia und Mia, die noch im Rettungswagen zur Welt und somit zu zwei unterschiedlichen Geburtsorten kamen, unglaublich groß. In den sozialen Medien hagelte es Glückwünsche, Daumen-Hochs und Freude. Hier nun die ganze Geschichte:

„Wir haben den Weg in das neue Mutter-Kind-Zentrum der Asklepios Klinik ganz leicht gefunden“, freuen sich Dorothea Prosser und Maik Wolff. Und dabei kam es bei ihnen auf jede Minute an. Die Frau war mit eineiigen Zwillingen schwanger, die am 24. Juni zur Welt kommen sollten. „Doch irgendwie war mir komisch zumute, und wir alarmierten einen Rettungswagen.“

Jetzt können beide Zwillinge unterschiedliche Geburtsorte angeben. Sofia erblickte in Neustadt-Glewe das Licht der Welt. Mia wurde gleich darauf in Brenz glücklich geboren. Die Treppe aus dem ersten Stock ihrer Wohnung in Neustadt-Glewe konnte Dorothea Prosser schon nicht mehr laufen – die Wehen kamen zu heftig. Während der Rettungswagen in Richtung Parchim startete, kam kurz vor sieben Uhr Tochter Sofia zur Welt. Wenige Minuten später erblickte Mia als Tochter Nummer Zwei bei der Fahrt durch Brenz das Licht der Welt. Von der Notaufnahme im Krankenhaus kam das Paar mit seinen beiden neuen Erdenbürgern sogleich in die spezielle Kinder-Notaufnahme in den zweiten Stock des Neubaus. Durchschneiden der Nabelschnur, Erstuntersuchung – alles in Ordnung. Derzeit werden die winzigen Säuglinge (37 Zentimeter) auf der Station 6 so lange aufgepäppelt, bis sie die Klinik verlassen können.

Im Zimmer nebenan liegt Paul (9) in seinem Bett. Seine Eltern sind bei ihm, seine Mutter erwartet das zweite Kind. Die Familie stammt aus Pritzwalk. Paul hatte über starke Bauchschmerzen geklagt. Sein Hausarzt überwies ihn wegen des Verdachts auf Blinddarmentzündung nach Parchim. Dort: Röntgen, Blutuntersuchungen – einen Tag später sind Pauls Bauchschmerzen spurlos verschwunden. Sein Bettnachbar Kevin (12) aus Neustadt-Glewe lässt seine akute Bronchitis behandeln. „Ich kenne noch die alte Kinderstation – die neue ist deutlich besser.“

Diese Meinung vertritt auch Schwester Carmen als Stationsleitung. Zudem mache es die Trennung der Kinder- von der Geburtsstation leichter, die auf der Station 4 frisch geborenen Kinder vor Keimen zu schützen. Dennoch gebe es eine deutliche Verbindung zwischen beiden Stationen, denn sie liegen beide im ersten Stockwerk. „Wenn Neugeborene ärztlich versorgt werden müssen, können sie schnell auf die Station 6 verlegt werden.“ Die neue Station verfügt über 16 Betten. Wer über den Empfang oder die Notaufnahme im Mutter-Kind-Zentrum ankomme, finde jederzeit einen Kinderarzt vor. Die Botschaft laute:  „Der Anbau ist fertig. Die Kinderstation ist in Betrieb.“

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